Fortier, Anne: Julia

Originaltitel: Juliet
Verlag:
Krüger
erschienen:
2010
Seiten:
637 Seiten
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3810506788
Übersetzung:
Birgit Moosmüller

Klappentext:

Ein altes Buch lockt die junge Amerikanerin Julia nach Italien: Es ist die längst vergessene erste Fassung der Romeo-und-Julia-Geschichte und handelt von den verfeindeten Familien Tolomei und Salimbeni in Siena. Völlig überrascht stößt Julia auch auf die Warnung ihrer verstorbenen Mutter: Bis heute liege ein Fluch auf den Familien – und damit auch auf ihr. Denn ihr wahrer Name ist Giulietta Tolomei… Auf der Suche nach ihrem Erbe spürt Julia, dass sie beobachtet und verfolgt wird. Wird der Fluch der Vergangenheit auch ihr zum Schicksal?

Rezension:
folgt

Safier, David: Plötzlich Shakespeare

Verlag: Kindler
erschienen:
2010
Seiten:
320 Seiten
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3463405539

Klappentext:

Wenn ein Mann und eine Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt! Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt, in den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert. Wir schreiben das Jahr 1594, und der Mann heißt William Shakespeare. Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausfindet, was die wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Der Barde hat zwar „Romeo und Julia“ geschrieben, aber von der wahren Liebe versteht er noch weniger als Rosa. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte.

Rezension:

David Safiers neuer Roman hat alles das, was seine Fans an ihm mögen und noch ein kleines bisschen mehr. In Sachen Humor wird es „Plötzlich Shakespeare“ vielleicht nicht ganz mit „Jesus liebt mich“ aufnehmen können, aber ich empfinde dies eigentlich als positiv, denn Safier versucht nicht krampfhaft Witze einzubauen. Sein Humor fällt dahin, wo er ganz natürlich hingehört und wo er sich aus der Handlung heraus hergibt.
Der Roman beginnt ganz klischeehaft mit einer Frau, deren Exfreund heiraten will. Und plötzlich bemerkt sie, dass sie immer noch Gefühle für ihn hat. Das Gute daran ist, dass Safier sich dieser Klischees durchaus bewusst ist, weswegen er sein Buch auch direkt mit „Au Mann, ich war ja so was von einem Frauenklischee“ beginnt und damit direkt alle Sympathien auf seiner Seite hat.
Mit Rosa kann man sich sofort identifizieren. Sie ist weder besonders schön, noch besonders schlank, noch auf dem ersten Blick sonst irgendwie außergewöhnlich, aber sie folgt ihrem Herzen, auch wenn das manchmal in großen Peinlichkeiten resultiert.
Nach ca. 50 Seiten geht es jedoch richtig los. Shakespeare und Rosa in einem Körper sind einfach köstlich, aber komischerweise gar nicht grotesk. Das ist das Wunderliche an David Safier. Er denkt sich immer absolut unsinnige und unlogische Plots aus, aber sie funktionieren immer und sind überhaupt nicht hanebüchen.  Klingt paradox, aber es ist so. Dies liegt definitiv aber auch an Safiers Gabe seine weiblichen Protagonistinnen so feinfühlig und glaubhaft zu charakteresieren. Etwas, was nur wenige männliche Autoren können, Safier aber schon in seinen beiden anderen Romanen bewiesen hat.
Das Ende ist wie üblich eine kleine Überraschung und hat mich persönlich vollkommen überzeugt. Die kleine Schlussbotschaft des Autors sollte sich jedenfalls so manche Frau zu Herzen nehmen. Und die Queen auf dem Donnerbalken werde ich nie vergessen! ;-)

Note: 1

Dierssen, Oliver: Fledermausland

Verlag: Heyne
erschienen:
2010
Seiten:
414 Seiten
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
3453266633

Klappentext:

Sebastian Schätz, Anfang zwanzig, treibt eher planlos durch Hannover. Seine Freundin Kim ist zwar überirdisch schön, hält ihn aber noch auf Abstand. Also ist für Sebastian Priorität Nummer eins, Kim ganz für sich zu erobern. Doch auf einmal häufen sich die seltsamen Ereignisse: Zuerst muss er sich nachts gegen eine Fledermaus wehren, und zwar nackt. Dann vermasselt ihm auch noch ein Vampir das langersehnte Date mit Kim. Als er schließlich von einem unheimlichen Hausgeist und ein paar korrupten Zwergen entführt wird, dämmert Sebastian Schätz so langsam, dass er da in etwas hineingeraten ist: Ist die Welt völlig verrückt geworden oder nur er selbst? Für Sebastian beginnt die längste und wildeste Nacht seines Lebens. Er muss nicht nur sein, sondern auch Kims Leben verteidigen – und am Ende ist nichts mehr, wie es einmal war …

Rezension:
folgt

Gier, Kerstin: Saphirblau

Band 2 Edelstein Trilogie

Verlag: Arena
erschienen:
2010
Seiten:
400 Seiten
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3401063472

Klappentext:

Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

Rezension:

Mit dem zweiten Band fängt Kerstin Gier da an, wo sie im ersten Band „Rubinrot“ aufgehört hat und damit wäre ich auch direkt beim ersten Kritikpunkt. Sowohl „Rubinrot“, als auch „Saphirblau“ sind nicht Teil 1 und 2 einer Trilogie, sondern sie sind die ersten 2/3 eines Buches. Der Cliffhanger am Ende des Buches ist ehrlich gesagt eine ziemliche Sauerei, der noch heftiger schmerzt, als in „Rubinrot“ und den ich selbst einer meiner Lieblingsautorinnen nicht einfach so verzeihen kann.

Trotzdem hat mich das Buch an sich schon begeistert. Der Giersche Humor, die sympathische Gwen und die wendungsreiche Handlung lassen die Seiten davon fliegen, aber ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir an vielen Stellen schon gewünscht. 100 Seiten mehr hätten dem Buch nicht geschadet und es wäre mehr Zeit für charakterliche Entwicklung geblieben. Auch die romantischen Szenen zwischen Gwen und Gideon wirken etwas gehetzt und manchmal wenig einfühlsam. Eigentlich ist es unverständlich was die Beiden aneinander finden, weil sie viel zu wenig gemeinsame Szenen haben, in denen einfach auch mal inne gehalten wird, um die Gefühle der Protagonisten zu verdeutlichen.

Mir hat sich auch nicht ganz erschlossen, wieso der Saphir „Lucy“ namensgebend für dieses Buch war – immerhin kommt sie eigentlich nicht wirklich darin vor. Aber wollen wir mal aufhören zu meckern, denn es gibt genug Gutes zu berichten. Gwens trockene Art, aber auch ihre jugendliche Naivität, die ich aufgrund ihrer besonderen Situation absolut verständlich und realistisch finde, sind wirklich putzig. Gepaart mit Kerstin Gier brillantem Timing für Humor bietet sie jede Menge Schmunzelmomente. Gwens „Singstar“-Einlage beim Ball ist wirklich ganz großes Kino und wird für mich unvergessen bleiben!

Note: 2-

Danz, Ella: Rosenwahn

Angermüllers fünfter Fall

Verlag:
Gmeiner
erschienen:
2010
Seiten:
321 Seiten
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3839210569

Klappentext:

Unter einer betörend duftenden Rosa alba im Garten eines leer stehenden Hauses bei Eutin wird ein Skelett gefunden. Zwar wissen Hauptkommissar Georg Angermüller und seine Kollegen schon bald, dass es sich um die sterblichen Überreste einer jungen Türkin handelt, doch von der Lösung des mysteriösen Falls sind sie weit entfernt. Und es kommt noch schlimmer: Als ein heftiger Regen am Neustädter Binnenwasser etwas ans Tageslicht spült, beginnt auch Angermüller sich ernsthafte Sorgen zu machen …

Rezension:
folgt