Olshan, Ruth: All die schönen Dinge

Verlag: Oetinger
erschienen:
2016
Seiten:
288
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3789103713

Klappentext:

Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiss, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Das hat es sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie.

Rezension:

Das Buch hat mich von der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Ich habe es zwar nicht atemlos verschlungen, dafür aber in Ruhe genossen.

Mit viel Humor beschreibt die Autorin Tammies Leben, ihre Gedanken und wie sich die Liebe zwischen Tammie und Fynn nach und nach entwickelt. Mit den beiden sind ihr zwei liebenswerte Protagonisten gelungen. Vor allem Fynn hat mir gefallen. Er ist so einfühlsam und verständnisvoll und ihn verbindet eine wunderbare Freundschaft mit seinem Hund Okay. Durch ihn kommt Tammie zu dem Schluss, dass es so viele schöne Dinge im Leben gibt, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Sie fängt an sich nicht länger nur mit sich und ihren Ängsten zu beschäftigen, sondern mit anderen gemeinsam durchs Leben zu gehen.

Auch das Leben von Tammies Familie wird von der Angst vor dem Aneurysma und dem Verlust der Tochter bzw. Schwester bestimmt. Aufregungen sollen vermieden werden, Normalität soll trotzdem gelebt werden, was aber nicht immer einfach ist. Mit diesem Thema geht die Autorin sehr umsichtig um. Es wird spürbar, dass die Angst allgegenwärtig ist, doch in einem Maß, dass ich für das Alter der Zielgruppe passend fand.

Um diese Geschichte herum hat sich die Autorin noch ein paar schöne, manchmal witzige, manchmal nachdenklich stimmende Nebenhandlungen ausgedacht.

Insgesamt ist es eine schöne, ruhige Geschichte, die manchmal humorvoll, dann aber auch wieder nachdenklich ist. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und finde, dass es ein gelungener Jugendroman ist, mit der Botschaft sich nicht von Ängsten bestimmen zu lassen, sondern ja zum Leben zu sagen.

Note: 2+

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Ich stimme zu.

  • Hallöchen und Wahnsinn, was für ein schöner Blog! O:
    Wieso kannte ich den denn noch nicht? Ich hatte gerade eine meiner “Ich muss neue Blogs entdecken”-Anwandlungen und bin über die Topliste auf deinen Blog gekommen und finde es hier super schön. Sehr aufgeräumt, sehr klar, ein extrem schöner Header und auch deine Art und Weise zu schreiben finde ich sehr sympathisch! :D Verrückt. Wird gleich mal über mein Dashboard abonniert. Ich freue mich, dass ich beim Stöbern auch immer wieder solche Perlen entdecke.
    Außerdem haben wir etwas gemeinsam. ;) Wir bewerten beide die Bücher mit Noten. Ich mag das. Das hat so etwas klares eindeutiges.
    Das Buch was du hier rezensiert hast erinnert mich so sehr an das englische Cover von “All die verdammt perfekten Tage”. Aber ich denke, dass ich mal reinlesen werde – oder vielleicht auch gerade deswegen, naja und wegen deiner positiven Rezension. Ich habe auch schon eine deutlich negativere Meinung zu dem Buch gelesen.

    Liebst, Lotta
    Wir lesen uns jetzt öfter. ;)

    • Huhu Lotta!

      Oh WOW – vielen Dank für Dein tolles Lob!

      Ich kenn das übrigens – man liest irgendwie immer die gleichen Blogs und wenn man sich dann mal umschaut und neue Perlen entdeckt, fragt man sich, wieso man die nicht schon längst mal entdeckt hat. Ist mir erst Anfang des Jahres so gegangen, als ich meine Blogroll mal aufgeräumt habe.

      Bei der obigen Rezi muss ich das Lob übrigens weitergeben, die hat nämlich Aurian geschrieben. Und seitdem ist das Buch auf meinem SUB. *seufz*

      Noten finde ich immer irgendwie noch gut. Zumal man auch feine Abstufungen machen kann. Das fehlt mir bei den ganzen Sternchen und Herzchen immer ein bisschen.

      Und jetzt geh ich mir erstmal Dein Blog anschauen. ;-)

      Liebe Grüße,
      Steffi