Andrews, V.C.: Stunden der Nacht

Band 5 Cutler Saga

Originaltitel: The Hunger Games
Verlag:
Goldmann
erschienen:
1983
Seiten:
480
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442436915
Übersetzung:
Uschi Gnade

Klappentext:

Lillian wächst auf einer riesigen Plantage im ländlichen Virginia auf. Sie führt das Leben einer Prinzessin, und ihre Jugend ist voller Verheißung. Doch als ihre wahre Herkunft ans Licht kommt, ist nichts mehr, wie es vorher war. Gedemütigt von ihrer herrischen Halbschwester und verachtet von ihrem gefühlskalten Stiefvater, sieht Lillian einer unbarmherzigen Zukunft entgegen. Und als der haltlose Playboy Bill Cutler, der den Besitz ihres Vaters beim Kartenspiel gewonnen hat, in ihr Leben tritt, weiß sie, daß die Tage der Unschuld für immer gezählt sind…

Rezension:

Besonders begeistern konnte mich der letzte Band der Cutler Saga leider nicht mehr. Erzählt wird die Vorgeschichte von Band 1-4, nämlich das Leben der jugendlichen Lillian, der Großmutter von Dawn. Die lebt mit ihren Eltern auf einer herrschaftlichen Plantage und muss sich anfangs eigentlich nur mit einem ziemlich herrischen Vater und ihrer religiösen gehässigen Schwester Emiily rumschlagen. Ansonsten führt sie ein schönes Leben und beschäftigt sich vor allen Dingen mit ihrer totkranken Schwester Eugenia und ihrer Mutter Georgia. Als Eugenia jedoch stirbt, beginnt Lillians Leiden. Ihre wahre Identität gerät ans Licht und sie muss sich immer mehr den Grausamkeiten Emilys erwehren. Als jedoch auch noch ihre Mutter Georgia den Sinn für die Wirklichkeit verliert und immer mehr ihrer Melancholie verfällt, hat Lillian niemanden mehr, mit dem sie reden kann.

Immer wiederkehrende Handlungsstränge (Inzest, Vergewaltigung, schwachsinnige Mütter, etc.) beginnen in diesem Band zu langweilen und außerdem war mir am Ende des Buches nicht klar, wieso aus der warmherzigen Lillian, die trotz ihrer diversen Schicksalsschläge nicht verbittert, sich in Teil 1-4 als so herrische und bösartige Großmutter entpuppt. Eigentlich hätte sie Dawn doch am Besten verstehen müssen, denn sie mußte genau das selbe durch machen. Mir ist das ziemlich schleierhaft. Eins hat dieses Buch auf jeden Fall. Die nervigste und bösartigste Nebenfigur, die mir seit langem in einem Roman untergekommen ist: Lillians fanatisch-religöse Schwester Emily.

Note: 3

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