Boyd, Natasha: Eversea – Ein einziger Moment

Band 1 Eversea Reihe

Originaltitel: Eversea
Verlag:
LYX
erschienen:
2015
Seiten:
352
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3802597435
Übersetzung:
Henriette Zeltner

Klappentext:

Die zweiundzwanzigjährige Keri Ann traut ihren Augen nicht, als eines Abends der angesagte Schauspieler Jack Eversea in dem Restaurant auftaucht, in dem sie kellnert. Ihr verschlafenes Heimatstädtchen Butler Cove im Süden der USA ist so ziemlich der letzte Ort, an dem sie erwartet hätte, auf einen Hollywoodstar wie ihn zu treffen. Doch Jack hat Gründe, warum er aus L. A. geflohen ist. Und Keri Ann weiß, dass sie die Art und Weise, wie seine Nähe ihr Herz zum Rasen bringt, aus genau diesen Gründen ignorieren sollte. Denn egal wie gut die beiden sich verstehen oder wie sehr die Funken zwischen ihnen sprühen – die Welten, in denen sie leben, könnten unterschiedlicher nicht sein. Und eine Liebe zwischen ihnen ist unmöglich … oder?

Rezension:

Diese Woche brauchte ich definitiv was zum Abschalten. Einfach mal eine süße kleine Geschichte mit Herzschmerz, Romantik und ein bisschen Märchenfeeling und genau das habe ich bei “Eversea – Ein einziger Moment” bekommen.

Erzählt wird der Roman aus der Sicht von Keri-Ann, einer jungen Südstaatenlerin, die sich nach dem Tod ihrer Eltern um den heruntergekommenen Familienbesitz kümmert und als Kellnerin arbeitet, während ihr Bruder in der Ferne studiert. Sie ist eher ein ruhiges Mädchen, welches noch keinen Platz im Leben gefunden hat, bis dato aber gar nicht bemerkt, wie sehr sie ihr Potential verschenkt. Sie lebt eigentlich immer in einer Art Wartestellung, ohne dass sie dies überhaupt bemerkt.

Jack dagegen, ist aufgrund seines Ruhms, weit davon entfernt ein schüchterner Mann zu sein. Allerdings verzichtet die Autorin glücklicherweise darauf ihn zu einem Überwesen zu machen. Natürlich sind übliche Klischess auch in “Eversea” durchaus vorhanden, aber meist nicht ganz so übertrieben.

So hat der Held zwar eine tragische Vergangenheit, macht aber nicht unnötigerweise auf Bad Boy. Hurra! Keri-Ann ist leider mal wieder die ungeküsste und jungfräuliche hübsche Frau, die glaubt, sie sei eine graue Maus. Aber wenigstens ist schlüssig erklärt, wieso das so ist und bis auf den Unfalltod ihrer Eltern schlummert Gott sei Dank bei ihr kein abstruses Geheimnis, welches die Liebesbeziehung zerstört. Nochmal hurra!!

Natürlich ist es schon ein bisschen die Aschenputtel-Geschichte. Normales Mädchen, welches vom Prinzen geküsst wird, aber Natasha Boyd skizziert dabei so feinfühlig Keri-Anns Gedankenwelt, dass das Ganze gar nicht so unrealistisch erscheint. Das Setting des kleinen Südstaaten-Örtchens Butlers Cove wird sehr detailreich und anschaulich geschildert, so dass Liebesgeschichte und Atmosphäre in sich stimmig wirken. Auch Keri-Anns Freunde und einige Bewohner des Ortes machen den Roman lebendig.

Erotikszenen gibt es erst gegen Ende des Romans und die sind wie momentan üblich detailliert und ausufernd und bis auf ein zwei merkwürdige Reaktionen von Keri-Ann, die allerdings auch an der Übersetzung liegen können, durchaus prickelnd ohne vulgär oder peinlich zu sein.

Allerdings muss man auch sagen, dass der Roman schon recht ruhig ist und eigentlich nicht sehr viel passiert. Die Wendungen am Ende waren für meine Begriffe auch zu vorhersehbar und seicht. Dennoch mochte ich die Figuren und die Anziehung zwischen Jack und Keri-Ann. Jacks Warmherzigkeit und Keri-Anns stetige Entwicklung zu einem Menschen, der sein Leben in die Hand nimmt, war bis zum Schluss überzeugend. Von daher freue ich mich auf den zweiten Band “Eversea – Und die Welt bleibt stehen”, der Anfang September erscheint und uns dann natürlich ein Happy End präsentieren wird.

Note: 2

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