Maly, Beate: Das Sündenbuch

Verlag: Ullstein
erschienen: 2012
Seiten: 480
Ausgabe: Taschenbuch
ISBN: 3548284647

Klappentext:

Eine junge Frau auf einer gefährlichen Reise von Prag nach Lissabon. An ihrer Seite: der Arzt Conrad. Ihr Gegner: geheime Mächte innerhalb der Kirche. Jana und Conrad sind die Hüter eines besonderen Schatzes; eines Manuskriptes mit brisantem Inhalt. Für die Kirche ist es das Sündenbuch. Noch fehlt ihnen der Schlüssel, um das Geheimnis des Buches zu enträtseln. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihn suchen. Eine gefährliche Jagd quer durch das Europa des 17. Jahrhunderts beginnt.

Rezension:

Der Erzählstil von Beate Maly ist leicht und einfach zu lesen und so flogen die Seiten nur so dahin. Ihre Protagonistin Jana ist eine ziemlich moderne Frau und der Zeit vielleicht ein wenig voraus. Sie hat das Handwerk der Apothekerin gelernt und durfte auch als solche arbeiten, was im 17. Jahrhundert nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit war. Die Autorin hat ihre Handlung zu der Zeit spielen lassen, als die Protestanten sich gerade gegen die Katholiken erhoben und so gibt es historisch belegte Einblicke die mir gut gefallen haben. Die Suche nach der Lösung der Rätsel in dem Buch war spannend zu verfolgen und mit einigen Hindernissen belegt. Die aber gut gelöst wurden und auch stimmig waren, vielleicht nicht immer nachvollziehbar oder auch ein wenig zu schnell, aber für die Handlung um im Lesefluss zu bleiben wohl nötig.

In einem zweiten Erzählstrang erlebt der Leser die Verfolger Janas. Ihren Verlobten Tomek und sein Freund Jendrik, ein Jesuitenpater der einen Auftrag seines Abtes befolgt, dieser macht es ihm möglich seinen Freund zu begleiten. Auch dieser Erzählstrang hat mir gut gefallen. Die beiden Männer verbindet eine lange Freundschaft und für den Jesuiten ist sie vielleicht noch ein bisschen mehr. Die Passagen der Beiden, hätten für mich gern ein wenig länger sein dürfen auch wenn sie nicht unbedingt zu den „guten“ im Buch gehören. Ich fand sie interessant und spannend zu lesen.

Gut gefallen hat mir, wie die Autorin hier ihre fiktive Geschichte um Jana und das Buch in die historischen Begebenheiten Prags hineingeflochten hat. Ein bisschen hat man beim Lesen schon das Gefühl diese Geschichte könnte sich so zugetragen haben. In einem kleinen Nachwort klärt Frau Maly die Leser noch kurz über Wahrheit und Fiktion auf.

Mein Fazit:
“Das Sündenbuch” ist ein spannender historischer Roman aus der Zeit vor dem großen Krieg des 17. Jahrhunderts. Es ist alles vorhanden was einen guten Roman ausmacht. Liebe, Intrigen, ein Geheimnis und interessante Protagonisten. Ich hatte einige spannende Lesestunden und es wird noch einen zweiten Band geben auf den ich mich dann auch schon freue.

Note: 2

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