Hausmann, Romy: Liebes Kind

Verlag: dtv
erschienen:
2019
Seiten:
432
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
342326229X

Klappentext:

Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört.

Rezension:

Romy Hausmanns Debütoman “Liebes Kind” war in diesem Frühjahr in aller Munde und wir wählten es dann schließlich in unserem kleinen Buchclub für unsere Monatslektüre aus. Das Problem mit diesen Hypes ist ja immer, dass man nicht weiß, ob man an das Buch zu hohe Erwartungen hat, von daher kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob ich nicht ohne dieses Wissen begeisterter gewesen wäre.

Aber auch so, ist “Liebes Kind” durchaus ein gelungener Thriller, der mich jedoch vor allen Dingen auf einer anderen Ebene gefesselt hat.  Der Roman beginnt mit der Flucht von Lena und ihrer Tochter, also mit dem vermeintlichen Ende des Thrillers und wird am Anfang und auch immer wieder während der Handlung aus der Sicht der kleinen Tochter Hannah erzählt. Und hier liegt für mich auch direkt die Stärke des Romans.

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Cross, Ethan: Ich bin die Nacht

Band 1 Shepherd Reihe

Originaltitel: The Shepherd
Verlag:
 Bastei Lübbe
erschienen:
2013
Seiten:
400
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3404169239
Übersetzung:
Sylke Hachmeister/Peter Klöss

Klappentext:

Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.

Rezension:

Der erste Band der Shepherd Serie von Ethan Cross erschien bereits 2013 auf deutsch und landete damals bei meiner Mutter unterm Tannenbaum. Sie ist passionierte Fitzek Leserin und da in diesem Jahr der obligatorische neue Thriller des Lieblingsschriftstellers bereits von jemand anderem geschenkt wurde, musste endlich auch mal etwas anderes her.

Ethan Cross ging damals wie geschnitten Brot über unsere Ladentheke und genauso war es auch bei den Folgebänden, die ich ebenfalls fleißig verschenkte. So konnte ich mich praktischerweise im elterlichen Bücherregal bedienen, als wir kürzlich”Ich bin die Nacht” in meinem kleinen Buchclub auswählten. Gleichzeitig erfuhr ich, Muttern hatte noch keinen Band gelesen. Das zu meinen treffsicheren Geschenken…

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Heitz, Markus: Des Teufels Gebetbuch

Verlag: Knaur
erschienen:
2017
Seiten:
 672
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
3426654199

Klappentext:

Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.

Rezension:

Wieder einmal ist Erfolgsautor Markus Heitz mit seinem Mystey-Thriller „Des Teufels Gebetbuch“ ein absolut spannender Bestseller gelungen. Ich hatte zunächst Bedenken, dass er mir wieder einmal zu brutal und metzelnd sein könnte, aber ich habe vermutlich schon zu viele Bücher von ihm gelesen, als dass mich das noch schrecken könnte.

Die Basis des Buches bilden ein altes Set aus Spielkarten und das Kartenspiel „Supérieur“, das auf unterschiedliche Art und Weise gespielt werden kann. An und für sich ein harmloses Kartenspiel, es sei denn man spielt die historische Variante, bei der das Ziehen des Pik As den Tod des Spielers zur Folge hat. Als ihr Verlobter Enrico unerwartet stirbt, macht sich die junge Ärztin Hyun zusammen mit dem ehemaligen Spieler Tadeus Boch daran, das Rätsel um das Kartenspiel und die unheimlichen alten Karten zu lüften.

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Dionne, Karen: Die Moortochter

Originaltitel: The Marsh King’s Daughter
Verlag:
Goldmann
erschienen:
2017
Seiten:
384
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
3442205352
Übersetzung:
 Andreas Jäger

Klappentext:

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen …

Rezension:

Das Buch ist mir im Frühjahr bereits in der Verlagsvorschau von Goldmann aufgefallen. Dann erschienen die ersten kritischen Rezensionen und ich schraubte meine Erwartungen herunter und nun muss ich sagen, glaubt keiner Rezension, sondern bildet Euch Eure eigene Meinung. Okay, ich führe meine eigene folgende Bewertung damit wohl ad absurdum.  :mrgreen:

Was ich damit sagen will, die allgemeine Meinung über ein Buch sollte einen nicht davon abhalten, es trotzdem zu lesen, wenn es nach einer Leseprobe immer noch interessant klingt, denn ich fand “Die Moortochter” im Gegensatz zu vielen anderen Lesern und Leserinnen sehr spannend und psychologisch extrem feinsinnig.

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Mukherjee, Abir: Ein angesehener Mann

Band 1 Sam Wyndham Serie

Originaltitel: A Rising Man
Verlag:
Heyne
erschienen:
2017
Seiten:
512
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3453421736
Übersetzung:
Jens Plassmann

Klappentext:

Kalkutta 1919 – die Luft steht in den Straßen einer Stadt, die im Chaos der Kolonialisierung zu versinken droht. Die Bevölkerung ist zerrissen zwischen alten Traditionen und der neuen Ordnung der britischen Besatzung.

Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes.

Rezension:

Dieser Tage eine innovative historische Krimireihe zu finden, ist nicht ganz so einfach. Entweder man wandert im Mittelalter oder im viktorianischen England umher. Beides lese ich wirklich sehr gerne, aber dennoch ist es eine Freude, wenn mal etwas anderes übersetzt wird. Und ich bin besonders froh, dass ich nach dem etwas unspektakulärem Titel dann doch auch  noch den Klappentext in der Verlagsvorschau angeschaut habe, denn ansonsten wäre mir wirklich ein exzellenter Serienauftakt durch die Lappen gegangen.

In Abir Mukherjees historischem Krimi stimmt einfach alles. Das Setting, die Figuren, der Schreibstil, der Kriminalfall, die Verflechtung mit politischen und historischen Fakten und – soweit ich das beurteilen kann – die vorzügliche Übersetzung von Jens Plassmann. 

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