Heitz, Markus: Des Teufels Gebetbuch

Verlag: Knaur
erschienen:
2017
Seiten:
 672
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
3426654199

Klappentext:

Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.

Rezension:

Wieder einmal ist Erfolgsautor Markus Heitz mit seinem Mystey-Thriller „Des Teufels Gebetbuch“ ein absolut spannender Bestseller gelungen. Ich hatte zunächst Bedenken, dass er mir wieder einmal zu brutal und metzelnd sein könnte, aber ich habe vermutlich schon zu viele Bücher von ihm gelesen, als dass mich das noch schrecken könnte.

Die Basis des Buches bilden ein altes Set aus Spielkarten und das Kartenspiel „Supérieur“, das auf unterschiedliche Art und Weise gespielt werden kann. An und für sich ein harmloses Kartenspiel, es sei denn man spielt die historische Variante, bei der das Ziehen des Pik As den Tod des Spielers zur Folge hat. Als ihr Verlobter Enrico unerwartet stirbt, macht sich die junge Ärztin Hyun zusammen mit dem ehemaligen Spieler Tadeus Boch daran, das Rätsel um das Kartenspiel und die unheimlichen alten Karten zu lüften.

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Dionne, Karen: Die Moortochter

Originaltitel: The Marsh King’s Daughter
Verlag:
Goldmann
erschienen:
2017
Seiten:
384
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
3442205352
Übersetzung:
 Andreas Jäger

Klappentext:

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen …

Rezension:

Das Buch ist mir im Frühjahr bereits in der Verlagsvorschau von Goldmann aufgefallen. Dann erschienen die ersten kritischen Rezensionen und ich schraubte meine Erwartungen herunter und nun muss ich sagen, glaubt keiner Rezension, sondern bildet Euch Eure eigene Meinung. Okay, ich führe meine eigene folgende Bewertung damit wohl ad absurdum.  :mrgreen:

Was ich damit sagen will, die allgemeine Meinung über ein Buch sollte einen nicht davon abhalten, es trotzdem zu lesen, wenn es nach einer Leseprobe immer noch interessant klingt, denn ich fand “Die Moortochter” im Gegensatz zu vielen anderen Lesern und Leserinnen sehr spannend und psychologisch extrem feinsinnig.

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Mukherjee, Abir: Ein angesehener Mann

Band 1 Sam Wyndham Serie

Originaltitel: A Rising Man
Verlag:
Heyne
erschienen:
2017
Seiten:
512
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3453421736
Übersetzung:
Jens Plassmann

Klappentext:

Kalkutta 1919 – die Luft steht in den Straßen einer Stadt, die im Chaos der Kolonialisierung zu versinken droht. Die Bevölkerung ist zerrissen zwischen alten Traditionen und der neuen Ordnung der britischen Besatzung.

Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes.

Rezension:

Dieser Tage eine innovative historische Krimireihe zu finden, ist nicht ganz so einfach. Entweder man wandert im Mittelalter oder im viktorianischen England umher. Beides lese ich wirklich sehr gerne, aber dennoch ist es eine Freude, wenn mal etwas anderes übersetzt wird. Und ich bin besonders froh, dass ich nach dem etwas unspektakulärem Titel dann doch auch  noch den Klappentext in der Verlagsvorschau angeschaut habe, denn ansonsten wäre mir wirklich ein exzellenter Serienauftakt durch die Lappen gegangen.

In Abir Mukherjees historischem Krimi stimmt einfach alles. Das Setting, die Figuren, der Schreibstil, der Kriminalfall, die Verflechtung mit politischen und historischen Fakten und – soweit ich das beurteilen kann – die vorzügliche Übersetzung von Jens Plassmann. 

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Bell, Darcey: A Simple Favor – Nur ein kleiner Gefallen

Originaltitel: A Simple Favor
Verlag:
HarperCollins
erschienen:
2017
Seiten:
400
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
3959671016
Übersetzung:
Juliane Pahnke

Klappentext:

Stephanie, fürsorgliche Mutter, viel gelesene Mom-Bloggerin und jung verwitwet, hilft gerne aus; erst recht, wenn ihre glamouröse Freundin Emily, PR-Chefin eines New Yorker Modedesigners, sie darum bittet. Doch als sie an diesem Tag Emilys fünfjährigen Sohn Nicky nach der Vorschule mit zu sich nach Hause nimmt, ahnt sie nicht, dass dies das Ende ihrer brüchigen Vorstadtidylle bedeuten wird. Denn Emily holt ihren Sohn am Abend nicht ab. Und auch an den folgenden Tagen und Wochen taucht sie nicht auf. Stephanie kümmert sich um Nicky, zusammen mit Emilys Mann Sean. In ihm erkennt sie die unverhoffte Chance, noch einmal ein ganz anderes Leben zu führen. Und sie fasst einen folgenschweren Entschluss. Doch dann kommt der Anruf, vor dem sie sich die ganze Zeit gefürchtet hat …

Rezension:

Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich irgendwie einen anderen Roman erwartet, als ich bekommen habe. Was in dem Fall aber sogar positiv gemeint ist, denn Darcey Bell konnte mich mit Figuren, Handlung und ihrem Stil überraschen.

Aus verschiedenen Perspektiven erzählt sie die Geschehnisse um Emily, Stephanie und Shawn, wobei sie Stephanie auch durch die Beiträge in ihrem Mom-Blog sprechen lässt. Man glaubt die Figuren dadurch einschätzen zu können, aber besonders durch die Sichtweisen der anderen Figuren bekommt die Charakterzeichnung teilweise einen ganz anderen Sinn. Das habe ich als extrem faszinierend empfunden.

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Land, Ali: Ich bin böse

Originaltitel: Good me, bad me
Verlag:
Goldmann
erschienen:
2017
Seiten:
352
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442484561
Übersetzung:
Sonja Hauser

Klappentext:

Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter …

Rezension:

Manchmal hat man so ein unscheinbares Taschenbüchlein in der Hand, in dem die Schrift auch noch (für meinen Geschmack) zu klein gedruckt, das Papier irgendwie kratziger und brauner als gewöhnlich und der Buchrücken so stramm ist, dass es unmöglich ist, das Buch zu lesen ohne Knicke zu hinterlassen. Also irgendwie für mich so ein Buch, welches man mal eben fix am Bahnhof kauft, weil man vor einer langen Zugfahrt seine Lektüre zu Hause liegen gelassen hat.

Tja und dann, dann klappt man es nach der letzten Seite zu und denkt einfach nur WOW! Ernsthaft, wenn ich mir anschaue, was manchmal aufgehübscht als Hardcover erscheint, dann frag ich mich, wieso dem atemberaubenden “Ich bin böse” nicht ein hübscheres Kleidchen spendiert wurde. Auch wenn es natürlich auf den Inhalt ankommt. Fünf Euro ins Phrasenschwein …

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