Wilson, Sam: Im Zeichen des Todes

Originaltitel: Zodiac
Verlag:
Penhaligon
erschienen:
2016
Seiten:
480
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
3764531738
Übersetzung:
Andreas Helweg

Klappentext:

Es ist ein gnadenloses System, in dem die Geburtsstunde darüber entscheidet, ob man ein Leben in Reichtum oder Armut und Elend führt. Niemand schafft es aus eigener Kraft. Die Sterne sind Gesetz. Und sie bringen den Tod … Als eine Mordserie von unvergleichlicher Brutalität die Stadt erschüttert, ruhen alle Augen auf Detective Jerome Burton und Profilerin Lindi. Der eine glaubt an seinen Jagdinstinkt, die andere an die Macht der Sterne – und beide wissen, dass sie es mit dem gefährlichsten Verbrecher zu tun haben, den die Stadt je gesehen hat. Doch sein Plan ist so finster, dass er alles Vorstellbare übersteigt …

Rezension:

Hoppala – da isses passiert. Ich bin auf den super interessanten Klappentext, der einen außergewöhnlichen Thriller versprach, aber mal so richtig reingefallen. Oder sagen wir es anders, der britische Autor verschenkt hier eimerweise Potential und anstatt eine spannende Geschichte jenseits der Krimi-Klischees zu liefern, kriegen wir oberflächliche Hausmannskost. Aber nicht die gute von Omma, sondern die aus der Tiefkühltruhe mit der Plastikfolie.

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Swanson, Peter: Die Gerechte

Originaltitel: The kind worth killing
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2017
Seiten:
416
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
3734103592
Übersetzung:
Fred Kinzel

Klappentext:

Eine Flughafenbar in London. Es ist Abend, und Ted Severson wartet auf seinen Rückflug nach Boston, als eine attraktive Frau sich neben ihn setzt. Kurz darauf vertraut er der geheimnisvollen Fremden an, dass seine Frau ihn betrogen hat. Mit ihrer Reaktion jedoch hat er nicht gerechnet: Sie bietet ihm Hilfe an – beim Mord an seiner Ehefrau. Ein Trick? Ein morbider Scherz? Oder ein finsteres Rachespiel, das nur ein böses Ende nehmen kann?

Rezension:

Peter Swansons Debütroman hat mich restlos begeistert, gerade weil es kein typischer Thriller ist. Tatsächlich dauert es ca. 180 Seiten bis es durch eine Wendung richtig spannend wird. Doch bis dahin kommt trotzdem keine Langeweile auf, denn Swanson hat eine unglaublich lebendige und fließende Schreibe, die für meine Begriffe vielen momentan erfolgreichen Thrillerautoren eine Nasenlänge voraus ist. Er hat ein unglaubliches Auge für Beschreibungen, für Figuren und deren Vergangenheit.

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Raabe, Melanie: Die Wahrheit

Verlag: btb
erschienen:
2016
Seiten:
448
Ausgabe:
Klappenbroschur
ISBN:
3442754925

Klappentext:

Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …

Rezension:

Melanie Raabes Debütroman “Die Falle” fand ich einfach großartig. Plot, Sprache, Figuren, Spannungsaufbau – alles war für mich großes Kino. Geblieben ist davon in ihrem neuen Thriller “Die Wahrheit” nur noch die packende Sprache, die sich wohltuend vom Einerlei des Genres abhebt. Alles andere hat mich leider überhaupt nicht überzeugt.

Meine Erwartung war nach dem Erstling selbstverständlich sehr hoch und anfangs war ich auch durchaus gepackt vom Innenleben der Protagonistin, die versucht nach dem Verschwinden ihres Mannes ihr Leben für ihren Sohn weiterzuführen. Sie erzählt von Erinnerungen, von Gemeinsamkeiten, von der Leere und dem Schmerz und dann taucht Philipp plötzlich wieder auf und der Roman nimmt seinen konstruierten Lauf.

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Kirk, Shannon: Ihr tötet mich nicht

Originaltitel: Method 15/33
Verlag:
Goldmann
erschienen:
2016
Seiten:
352
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442484332
Übersetzung:
Verena Kilchling

Klappentext:

Sie ist 16 Jahre alt und im 7. Monat schwanger, als sie auf dem Heimweg von der Highschool überwältigt und in einen Lieferwagen gezerrt wird. Doch die Entführer machen Fehler – Fehler, die ihr vermeintlich hilfloses Opfer kühl kalkulierend registriert. Und der größte Fehler war, sich dieses Opfer auszusuchen. Denn das Mädchen in ihrer Gewalt verfügt über einen messerscharfen Verstand und die einzigartige Fähigkeit, seine Emotionen vollständig zu kontrollieren. Sie weiß, dass es den Kidnappern um ihr Baby geht, und sie selbst nach der Geburt wertlos für sie ist. Also fasst sie einen Plan: Ihr werdet mich nicht töten, ihr werdet mein Kind nicht bekommen – und ich werde mich rächen …

Rezension:

Wer auf der Suche ist nach einem geradlinigen Thriller mit einem ätzenden Bösewicht, einem hilflosen Opfer, überarbeiteten Polizeibeamten und ein paar niedlichen Wendungen ist, der ist aber hier mal absolut ganz falsch.

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Sellano, Luis: Portugiesisches Erbe

Verlag: Heyne
erschienen:
2016
Seiten:
368
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3453419448

Klappentext:

Henrik Falkner weiß kaum, wie ihm geschieht, als er die malerischen Altstadtgassen von Lissabon betritt. Der ehemalige Polizist soll ein geheimnisvolles Erbe antreten: Sein Onkel hat ihm ein Haus samt Antiquitätengeschäft vermacht. Während Henrik mehr und mehr in den Bann der pulsierenden Stadt am Tejo gerät, entdeckt er, dass sein Onkel offenbar über Jahre hinweg Gegenstände gesammelt hat, die mit ungelösten Verbrechen in Verbindung stehen. Und kaum hat Henrik seine ersten Pastéis de Nata genossen, versucht man, ihn umzubringen. Henrik stürzt sich in einen Fall, der sein Leben verändern wird.

Rezension:

Henrik Falkner hat vor zwei Jahren, nach dem plötzlichen Tod seiner Frau, den Polizeidienst quittiert. Nach und nach erfährt der Leser was damals passiert ist und wie Henrik sich dadurch verändert hat. Die Reise nach Lissabon und die dort lauernde Gefahr, wecken seine Lebensgeister und seinen Spürsinn wieder.

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