Hannah, Kristin: Wenn Engel schweigen

Originaltitel: Angel Falls
Verlag:
Ullstein
erschienen:
2000
Seiten:
414
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
354826977X
Übersetzung:
Dietlind Kaiser

Klappentext:

Seit vier Wochen liegt Mikaela Campbell im Koma – und keiner der Ärzte rechnet damit, dass die passionierte Reiterin nach dem Sturz vom Pferd jemals wieder aufwachen wird. Nur ihr Ehemann Liam glaubt fest daran, dass seine Liebe dort helfen kann, wo die Medizin versagt. Jede freie Minute verbringt er im Krankenhaus an ihrer Seite – doch Mikaelas Zustand ändert sich nicht. Nur mit Mühe gelingt es Liam, in die Normalität zurückzukehren und sich um die beiden zutiefst verängstigten Kinder, den neunjährigen Bret und die sechzehnjährige Jacey, zu kümmern. Und er erinnert sich: an ihre erste Begegnung vor mehr als zehn Jahren, ihren ersten Kuss und seine baldige Gewissheit, sein Leben mit Mikaela teilen, mit ihr alt werden zu wollen. Schon damals erkannte er, dass sie ihm etwas verheimlichte, dass sie ihr Herz bereits an einen anderen verloren hatte, Aber er war sich sicher – seine liebe würde stark genug sein für beide. Durch Zufall stößt Liam ausgerechnet jetzt auf das lang gehütete Geheimnis seiner Frau. Sie war in erster Ehe mit Julian True, einem der berühmtesten Filmstars der Welt, verheiratet. Und: Sie hat die Trennung nie überwunden. Liam steht vor einer schweren Entscheidung. Soll er Kontakt zu dem begehrten Schauspieler aufnehmen? Julian scheint der Einzige zu sein, der Mikaela retten kann….

Rezension:

Ein wunderschöner und sehr bewegender Roman. Kristin Hannah hat ihre Charaktere so echt und sympathisch gezeichnet, das man glaubt sie wirklich zu kennen. Besonders auffallend in diesem Buch ist ihre sehr schöne feinfühlige Sprache, in der sie ganz belanglose alltägliche Dinge zu wunderschönen Erlebnissen werden lässt. Fasziniert war ich auch davon, dass einem der Schmerz von Mikaelas Familie wirklich betrifft. Wie ihr Ehemann Liam an ihrem Bett sitzt und sich immer wieder an Stationen aus ihrem Leben erinnert, das ist zutiefst berührend. Die Liebe ist zwar das Thema des Buches, aber dies ohne jeglichen Kitsch und mit einem erstaunlichen Feingefühl, das ich so bisher nur annähernd bei Nicholas Sparks finden konnte. Jedenfalls ist dies kein Buch, das man einfach so wegliest und ins Regal stellt (es ist ziemlich dünn und hat keine 300 Seiten), sondern eine Geschichte, die noch lange in einem nachhallt. Eine glaubwürdige Geschichte über die Kraft der Liebe und wie sie uns beeinflussen kann. Und zwar im postiven, wie auch im negativen Sinne. Unbedingt lesen!!!

Note: 1

Kenlock, David: Dunkles Feuer

Verlag: Scherz
erschienen:
2000
Seiten:
250
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3502101388

Klappentext:

Steve Sanders Firma MedicSoft steht kurz vor dem finanziellen Ruin, als von der Universität von Dallas der rettende Auftrag kommt, ein spezielles Computerprogramm im Kampf gegen Viruserkrankungen zu entwerfen. Sanders gelingt mit seinem Team das Unmögliche. Sie erschaffen „Prometheus“, eine Software zur genetischen Mutation von Viren, mit dem die Wissenschaft wirksame Impfstoffe gegen alle bekannten Viruserkrankungen entwickeln kann.

Aber dann wird der Traum zum Albtraum, in dem Sanders erfahren muss, dass er niemandem mehr trauen kann. Eine erbarmungslose Jagd beginnt, in deren Sog aus Freunden Feinde werden, die Gier selbst den Nächsten verführt, aber auch eine vergessene Liebe die Chance zu neuem Leben erhält.

Rezension:

So richtig überzeugen kann dieser Thriller leider nicht. Dafür ist er mit seinen 250 Seiten einfach viel zu kurz. Hinzu kommt, dass man immer mehr weiß, als die Hauptperson Steve Sanders und das macht den Roman sehr vorhersehbar. Anstatt den Leser genauso wie Steve in Unwissenheit verharren zu lassen, erfährt man durch die verschiedenen Handlungsstränge immer vorher, welcher Freund sich als Feind entpuppt. Genau wie Steves Feinde ist man ihm immer einen Schritt voraus und das macht den Roman teilweise langweilig.

Positiv hervorzuheben ist jedoch David Kenlocks Schreibstil. Er schreibt flott, wiederholt nicht andauernd irgendwelche Phrasen und schafft es, den vorhersehbaren Inhalt in einen akzeptablen Roman zu verpacken.

Note: 3

Nickles, Liz: Für jetzt und alle Ewigkeit

Originaltitel: All the time in the world
Verlag:
Heyne
erschienen:
2000
Seiten:
287
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3453186605
Übersetzung:
Angela Nescerry

Klappentext:

Mit zwanzig hat man noch Träume – besonders wenn man, wie die College-Absolventin Nicki McBain aus Chicago, jung, hübsch und ambitioniert ist. Ihr größter Wunsch ist es, irgendwann eine erfolgreiche Juristin zu werden. Doch dann bricht über Nacht die Welt für sie zusammen: Ihre Tage sind gezählt, ihre Zukunftspläne auf ein paar Monate beschränkt.

Nach dem ersten Schock beschließt Nicki, in der ihr verbleibenden Zeit das Leben richtig zu genießen. Mit ihren besten Freunden plant sie eine Kreuzfahrt durch die Ägäis, um dort noch einmal aus dem vollen zu schöpfen. Aber unter der griechischen Sonne passiert ihr schließlich das, womit sie am wenigsten gerechnet hat. Sie begegnet dem Bordfotografen Michael und erfährt zum ersten mal im Leben, was wirkliche Lebe ist. Eine aufregende Zeit beginnt, in der sich Momente höchsten Glücks mit solch großer Hoffnungslosigkeit abwechseln.

Weil Nicki weiß, daß es keine gemeinsame Zukunft für sie geben kann, bricht sie die Reise verzweifelt ab. Doch wahre Liebe kennt keine Grenzen

Rezension:

Dieses Buch habe ich innerhalb weniger Stunden gelesen und ich musste mich sehr zusammenreißen, um es nicht in einem Rutsch zu lesen, denn dafür ist es eigentlich zu schade. Es geht um die 19jährige Nicki, die plötzlich an einer Art Gehirntumor erkrankt und nur noch 2-3 Monate zu leben hat. Ich nehme nichts vor weg, wenn ich sage, dass Nicki am Ende stirbt, denn in dem Buch geht es nicht darum, das Nicki durch Krankenhäuser geschoben wird und nach Heilung sucht. Es ist auch keiner dieser Romane, in der Menschen durch ein Wunder dramatisch geheilt werden. Von der Seite an, als Nicki von ihrer Krankheit erfährt, bleiben keine Zweifel, das diese tödlich verlaufen wird.

Was danach geschieht, ist einfach eine wundervolle Geschichte voller Liebe, Glück, Verzweiflung, Angst und der Erkenntnis, was wirklich wichtig ist im Leben. Das Ganze wird in der Ich-Form geschrieben und ist überhaupt nicht kitschig. Tatsächlich liegt, wie ich finde,  in der Geschichte eine große Wahrheit und ich bin fast dankbar, das ich dieses Buch lesen durfte. Ihr dürft es auf keinen Fall verpassen!! Und bitte, die Taschentücher nicht vergessen…

Note: 1

Deveraux, Jude: Wenn Zauberhände mich berühren

Originaltitel: Legend
Verlag:
Bastei Luebbe
erschienen:
1998
Seiten:
413
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3404182642
Übersetzung:
Hedda Pänke

Klappentext:

Als Kady Long beim Stöbern ein altes Foto mit vier Fremden entdeckt, befällt sie ein mysteriöses Gefühl… und ein unwiderstehliches Verlangen, ihr elegantes Hochzeitskleid anzulegen. Durch einen geheimnisvollen Zauber findet sie sich im amerikanischen Süden des 19. Jahrhunderts in den Armen eines rätselhaften Fremden wieder, der sie um ihre Hand bittet.

Rezension:

Ehrlich gesagt kann ich nicht entdecken was an dem Roman so besonders sein soll. Er wurde mir von einigen Romance-Lesern empfohlen und dieses Zeitreise-Thema fand ich auch recht interessant, so dass ich eines Tages zugriff. Die Heldin Kady Long ist einem zweifellos sympathisch, aber manche Handlungsstränge wirken doch arg an den Haaren herbeigezogen und das Zeitreise-Motiv ist nicht besonders schlüssig und wird hier mehr als Mittel zum Zweck benutzt, da man von der Zeit, in die Kady reist, nicht besonders viel erfährt. Ehrlich gesagt, frage ich mich auch, wo da die vielgepriesene historische Genauigkeit der Autorin steckt…

Note: 3-

Palmer, Elizabeth: Zeit der Sehnsucht

Originaltitel: The dark side of the sun
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2000
Seiten:
446
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442353181
Übersetzung:
Gabriela Schönberger-Klar

Klappentext:

England, 1928. Die Wege der ungleichen Familien Hardng und Fox kreuzen sich zufällig, als Sybil Fox, Witwe und allein erziehende Mutter, eine Anstellung als Gouvernante im Hause der angesehenen Hardings erhält. Obwohl sie verschiedener nicht sein könnten, werden die ungestüme Nettie Harding und Mary, Sybils zurückhaltende Tochter, die besten Freundinnen. jahrelang hält Mary an der Illusion fest, zur Familie zu gehören, denn bei Sybil, ihrer geheimnisvollen, unnahbaren Mutter, findet sie nicht die Geborgenheit, die sie sucht. Und ihre Gefühle für den schönen Godfrey, Netties ältesten Bruder, sind mehr als nur geschwisterlich. Aber tief in ihrem Herzen weiß sie, dass sie ihre Herkunft niemals  verleugnen kann – und immer die Tochter einer Gouvernante bleiben wird.

Doch bevor sich Mary in ihren Träumereien verliert, überschattet die Realität das Leben der beiden Familien: der Zweite Weltkrieg. Alle Harding-Söhne, Jonathan, William und auch Godfrey, melden sich freiwillig zur Armee, Mary arbeitet für das Kriegsministerium, und Nettie wählt einen äußerst ungewöhnlichen Weg, den tapferen Soldaten beim Kampf gegen die Deutschen zu helfen ..

Rezension:

Ein absolut enttäuschender Roman. Der Klappentext klang dermaßen interessant und das Cover war farblich so ästhetisch aufbereitet, das ich  mir das Buch kaufen musste. Leider entsprach das Buch dann überhaupt nicht dem, was auf dem Klappentext versprochen wurde. Die Geschichte plätschert so dahin und ist dermaßen uninteressant, dass es manchmal richtig schwer fiel, das Buch weiter zu lesen. Die Charaktere sind sehr oberflächlich und seltsam fremd. Tatsächlich ist man weder über ihr Verhalten schockiert, noch leidet man mit ihnen. Sie sind einem schlicht und einfach egal.

Hinzu kommen absolute Mängel, was die Atmosphäre des Buches anbelangt. Im Buch herrscht auf 90 % der Seiten der 2. Weltkrieg, aber man spürt absolut gar nichts davon. Die Hauptfiguren leiden keineswegs unter den Schrecken des Krieges; sieht man mal von den Bombenangriffen ab, die aber immer nur am Rande in ein zwei Sätzen erwähnt werden. Und glaubt man endlich, dass etwas Spannung aufkommt, als Mary das Tagebuch ihrer Mutter findet, so wird man wieder enttäuscht, weil das Buch nichts enthält, was man nicht schon weiß oder vermutet. Einzig und allein die Aufdeckung der Identität von Marys Bruder ist etwas interessant. Wobei mir eigentlich klar war, dass es nur eine männliche Figur sein konnte, die bereits im ganzen Roman vorkam und da war die Auswahl nicht so groß. Im Prinzip hat man ein kurzes Aha-Erlebnis und dann hat es sich auch schon. Jedenfalls reicht dieser Augenblick nicht, um dem Buch auch nur eine annähernd gute Bewertung zu geben.

Note:
4-