Whitcomb, Laura: Seelenhüter

Originaltitel: The Fetch
Verlag:
Pan
erschienen:
2011
Seiten:
368
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3426283328
Übersetzung:
Sabine Thiele

Klappentext:

Beim Anblick ihres rotgoldenen Haares, das ihr Gesicht wie ein Heiligenschein umrahmte, durchfuhr es ihn wie ein Blitz. Die Frau berührte Calders Herz, so vertraut wirkte sie, obwohl er wusste, dass er ihr nie zuvor begegnet war. Calder ist ein Seelenhüter, der den Menschen seit über 300 Jahren die Tür in das Leben nach dem Tod öffnet. Doch als er eines Tages das Zimmer eines kranken Jungen betritt, geschieht etwas Unerwartetes: Er verliebt sich auf den ersten Blick in die am Bett wachende, bildschöne Alexandra. Calder ist überzeugt: Sie ist seine Seelenverwandte! Er bringt es nicht übers Herz, der jungen Frau weh zu tun, und schenkt dem Kind das Leben. Von nun an kann Calder die Schönheit Alexandras nicht mehr vergessen. Aber um sie wiederzusehen, muss er die uralten Gesetze der Seelenhüter brechen – mit fatalen Folgen.

Rezension:
folgt

McDonald, L.J.: Die Krieger der Königin

Band 1 „Die Krieger der Königin“

Originaltitel: The Battle Sylph
Verlag:
Knaur
erschienen:
2011
Seiten:
416
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3426508613
Übersetzung:
Vanessa Lamatsch

Klappentext:

Schon seit Jahren gibt es im Königreich Eferem Gerüchte darüber, dass junge Frauen verschwinden. Die selbstbewusste Solie muss schmerzhaft erfahren, dass diese Geschichten wahr sind: Sie wird verschleppt und soll in einem geheimen Beschwörungsritual als Jungfrauenopfer dienen. Es gelingt ihr zwar, die Zeremonie im entscheidenden Moment zu stören, doch dabei bindet sie die herbeigerufene Kreatur unwiderruflich an sich. Solie reagiert zunächst panisch auf das gefährliche Wesen, doch die Angst verfliegt, als es sich in einen gutaussehenden jungen Mann verwandelt, der ihr jede Bitte erfüllt und sie sogar seine Königin nennt. Als ihre Feinde Solies Tod befehlen, ist der seltsame Mann schließlich sogar ihre einzige Chance zu überleben …

Rezension:
folgt

Perplies, Bernd: Gegen die Zeit

Band 2 Magierdämmerung Trilogie

Verlag:
Lyx
erschienen:
2011
Seiten:
432
Ausgabe:
Broschiert
ISBN:
9783802582653

Klappentext:

London 1897. Das Leben von Jonathan Kentham ist nicht mehr das, was es mal war. Als unfreiwilliger Erbe der Macht des verstorbenen Lordmagisters Albert Dunholm wird er in einen Kampf zwischen zwei Magierfraktionen verstrickt. Der Usurpator Wellington hat mit seinen Gefolgsleuten die Macht an sich gerissen und die Anhänger Dunholms eingesperrt, darunter Jonathan und dessen dandyhaften Magierfreund Jupiter Holmes. Den beiden läuft die Zeit davon, denn sie müssen unbedingt das Siegel von Atlantis schließen, bevor die Magie die Welt ins Chaos stürzt. Doch Hilfe naht von unerwarteter Seite…

Rezension

„Gegen die Zeit“ ist der zweite Band der Magierdämmerung Trilogie. Dieser Band schließt direkt an den ersten Teil an. Der Leser befindet sich also immer noch im Jahre 1897 in London und es ist kein weiterer Tag vergangen. Hatte ich bei „Für die Krone“ noch so meine Schwierigkeiten mit den Magiern und ihrer Wahrsicht, war ich hier sofort mitten drin und habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Am liebsten hätte ich es in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil des Autors ist sehr schön flüssig und leicht und seine Beschreibungen der Widerstände, der Protagonisten und Handlungsorte machte Lust auf mehr.

Fand ich den Vorgänger noch etwas zäh – ich habe sogar darüber nachgedacht Band 2 gar nicht erst zu lesen – war hier genau das Gegenteil der Fall. „Gegen die Zeit“ ist wesentlich schneller und actionreicher. Die Ereignisse überschlagen sich geradezu und Jonathan, Holmes und Kendra stolpern von einem Gefecht in das Nächste, nur um sich am Ende vor neuen Hindernissen wieder zu finden. Aufgelockert wird die ganze Atmosphäre zwischendurch immer wieder durch den trockenen Humor den Bernd Perplies einfließen lässt. Was mich zwischenzeitlich immer mal wieder grinsen ließ. Ich fühlte mich jedenfalls gut unterhalten. Auch hat der Autor es hier nicht versäumt noch neue Protagonisten mit einzubauen und dadurch noch einmal die Spannung zu steigern. Das große Finale wird dann wohl erst in Band drei stattfinden. Dieser erscheint leider erst im Herbst und so werden wir erst dann erfahren ob das Gute oder das Böse siegt.

Anmerken möchte ich noch, dass auch dieser zweite Band über Kartenmaterial sowie Personenregister verfügt. Auch das Cover ist ähnlich gestaltet. Es unterscheidet sich nur in einem kleinen Detail von seinem Vorgänger, welches ich aber nicht verraten möchte. Zum Schluss möchte ich noch erwähnen oder viel mehr warnen, die Bücher der „Magierdämmerung“ kann man nicht als Einzelromane lesen. Man würde weder Inhalt noch Handlungsweise verstehen.

Note: 2+

Vanek, Tereza: Die Dichterin von Aquitanien

Originaltitel: Die Dichterin von Aquitanien
Verlag:
Goldmann
erschienen:
2010
Seiten:
704
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
9783442472260

Klappentext:

Mitte des 12. Jahrhunderts, nahe Paris: Die junge Marie wächst in einfachen Verhältnissen auf. Kurz nach dem Tod ihres trinkfreudigen Vaters erhält sie die Nachricht, sie sei die illegitime Tochter von Geoffrey VI, dem Bruder des englischen Königs Henri II, und wird nach England an den Hof gebracht. Es fällt ihr schwer, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, und um ihre Einsamkeit zu vertreiben, beginnt Marie schließlich, heimlich zu dichten. Als Königin Eleonore von Maries Gedichten erfährt, wird diese bald zu einer ihrer Lieblingsdamen. Aber Marie zieht nicht nur Bewunderung, sondern auch viel Neid auf sich …

Rezension

„Die Dichterin von Aquitanien“ ist mein erster Roman den ich von Tereza Vanek gelesen habe. In einem leicht zu lesenden Stil entführte mich die Autorin an den Hof der Herzogin von Aquitanien. Ich erlebte eine aufregende Zeit unter Hofdamen, Rittern und einer großartigen Dichterin. Diese Geschichte hatte mich schon nach den ersten Seiten in ihren Bann gezogen und lies mich auch nicht mehr los. Was sicherlich mit daran lag, dass es sich hier nicht um rein fiktive Protagonisten handelt. Die französische Dichterin Marie de France hat tatsächlich gelebt. Auch wenn ihr Leben nicht vollständig dokumentiert wurde hat sie doch einige Werke der Nachwelt hinterlassen. Außerdem schildert die Autorin das Leben am Hofe der Herzogin Alienor von Aquitanien. Sie war die Gatten von Henri II. Für mich eine der aufregendsten Frauen des 12 Jahrhunderts. In lebhaften Bildern schildert die Autorin die Orte und die Lebensweise der Menschen am Hofe Alienors. Und zwar so intensiv, dass ich lebhafte Bilder vor meinen Augen hatte.

Tereza Vanek hat hier glaubwürdig Fiktion und wahre Begebenheiten mit einander vermischt, so dass eine gute Geschichte entstanden ist. So wie sie das Leben der Dichterin Marie beschreibt, könnte es durchaus gewesen sein. Die Ereignisse um die Königsfamilie sind hier ein ganz toller Rahmen für ein aufregendes Leben einer jungen Frau in ihrer Zeit.  So wurden Marie und ihre Vertrauten schnell zu Freunden, die ich am Ende ungern gehen lassen wollte.

Das tolle Zusatzmaterial rundet das Gesamtbild  ab. Denn es befinden sich gleich am Anfang eine Zeittafel und ein Stammbaum der Könige. Außerdem gibt es eine Karte Europas aus dem 12 Jahrhundert und am Ende befindet sich ein ausführliches Nachwort der Autorin. Hier geht Frau Vanek noch einmal darauf ein, was Fiktion und Wahrheit ist.  Für mich war dieser Roman mit 703 Seiten viel zu kurz. Ich hätte sehr gern noch mehr über die Dichterin und ihre Freunde gelesen.

Note: 2+

Haig, Matt: Die Radleys

gekürzte Lesung
Sprecher
: Sascha Rotermund
Verlag:
Lübbe Audio
erschienen:
2010
Ausgabe:
CD (6)
Laufzeit:
428 Minuten
ISBN:
9783785744017

Klappentext:

Auf den ersten Blick wirken sie wie eine ganz normale Familie: Vater Peter ist Arzt, Mutter Helen kümmert sich um ihre beiden pubertierenden Kinder Clara und Rowan. Doch warum erstickt Peter fast am thailändischen Salat, warum nimmt jedes Tier vor Clara Reißaus und warum kann Rowan nachts nicht schlafen und hat trotz Lichtschutzfaktor 60 Probleme mit der Haut? Das Geheimnis der Radleys ist so unfassbar wie offensichtlich: Sie sind abstinente Vampire!

Rezension:

Ein Buch über abstinente Vampire zu schreiben, mutet erstmal nicht besonders ungewöhnlich an. Die momentan bekanntesten Vampire (Stephenie Meyers Vampirclan um Edward Cullen) sind auch handzahm geworden und begnügen sich mit Tierblut. Doch trotzdem sind Matt Haigs Vampire ganz anders.

Eigentlich sind die Radleys eine ganz normale Familie, die verzweifelt versuchen etwas darzustellen, was sie nicht sind. Das sie es dabei schaffen ihren eigenen Kindern so etwas wie Normalität vorzugaukeln, klingt erstmal unrealistisch, ist aber bis zu einem gewissen Punkt gut durchdacht. Irgendwann stürzt natürlich der schöne Schein ein wie ein Kartenhaus und die Kinder merken, was sie sind.

Das Ganze ist jedoch völlig frei vom momentan gängigen Kitsch. Haigs Vampire sind stilvoll und auch sein Schreibstil ist typisch britisch. Natürlich geht es auch bei den Radleys im Laufe des Buches blutrünstig zu, aber immer gewürzt mit Haigs schwarzem Humor, der dem Roman eine unterhaltsame Note gibt.

Ist die Buchvorlage schon amüsant, so kann das Hörbuch durch Musik, Atmosphäre und besonders durch den Sprecher Sascha Rotermund noch mal eine Schüppe drauf legen. Seine Stimme ist es, die dem Roman das gewisse Etwas gibt. Mit feiner Ironie vermag er dem Geschehen weiteres Leben einzuhauchen. Seine ruhige und tiefe Stimme passt perfekt zu den Figuren.

Dieses Hörbuch ist für alle – auch für diejenigen, die mit der aktuellen paranormalen Welle nichts anfangen können. Dafür sorgt im Übrigen auch das schlichte, aber geniale Cover.

Note: 2+