Meyer, Axel S.: Das Buch der Sünden

Verlag: Rowohlt
erschienen:
2010
Seiten:
784
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3499253801

Klappentext:

Im Jahre 845 bringen die Normannen den Tod nach Paris. Die Mörder kommen über die Flüsse: Am Morgen besetzen 120 Drachenboote die Seineinsel, am Abend sind die Straßen mit Leichen übersät. Brandgeruch liegt in der Luft. Hilflos muss der junge Odo mit ansehen, wie sein Vater getötet und seine Mutter verschleppt wird. Er schwört Rache. Jahre später fällt ihm im Kloster Sankt Gallen eine Schrift in die Hände: Das Buch der Sünden. Es prophezeit den Untergang der heidnischen Welt sobald die sieben Todsünden gesühnt sind. Besessen von der Idee, dieses Werk zu verrichten, macht sich Odo auf den Weg nach Norden. In die gottlose Stadt der Wikinger, nach Haithabu …

Rezension

Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich schon immer mal etwas über die „Wikinger“ in Haithabu lesen wollte.

Gleich auf den ersten Seiten geht es dann auch schon heftig zur Sache. Der Überfall auf Paris wird von dem Autor in ziemlich klaren Worten geschildert. Dann konnte ich verfolgen wie Odo nach Haithabu gelangte und dort dann auf die Menschen traf die diese Geschichte zu einem unvergessenen Erlebnis gemacht haben. Mit den Protagonisten Helgi, Teska und den vielen Bewohner dieser, damals dänischen Siedlung sind dem Autor Axel S. Meyer unglaublich gute Charaktere gelungen. Sie haben Ecken und Kanten und Fehler und machen sie gerade deswegen zu liebenswerten Charakteren. Ich war von Anfang an in ihren Bann gezogen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Erst der dramatische Überfall auf Paris und dann die sich überschlagenden Ereignisse in Haithabu, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Die Ausführung der Rache von Odo macht „Das Buch der Sünden“ fast zu einem Thriller.

Der Erzählstil dieses Autors ist facettenreich und bildhaft, so dass ich mir jede Szene lebhaft vorstellen konnte und zeitweise das Gefühl hatte unmittelbar vor Ort zu sein. Es war ganz großes Kopfkino. Die Seiten folgen nur so dahin, beim lesen spürte ich förmlich die Liebe des Autors zum Detail und zur Sprache. Davon, dass es sich hier um ein Erstlingswerk des Autors handelte war nichts zu spüren. Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Die großartige Recherchearbeit, die hier im Vorfeld geleistet wurde, ist dem Buch deutlich anzumerken. Die Lebensweise der Menschen und die Orte, die Odo, Helgi und die anderen Protagonisten aufsuchen mussten, waren so gut beschrieben, dass ich sie mir lebhaft vorstellen konnte. Sehr gut gefallen hat mir, dass hier z.B. die Ortsnamen in ihrer alten damals geläufigen Schreibweise geschrieben wurde. So wirkte die ganze Geschichte auf mich noch glaubwürdiger und so konnte ich auch leicht über kleine Fehler wie „Baumwollhosen“ hinwegsehen.

Am Schluss gibt es noch ein Nachwort in dem der Autor auf Fiktion und Wahrheit eingeht und eine Karte Nordeuropas ist auch vorhanden. Ich fand Beides sehr nützlich und aufschlussreich.

Mein Fazit: „Das Buch der Sünden“ ist ein historischer Roman, der jedem ans Herz zu legen ist, der sich für die Menschen im Mittelalter in Norddeutschland interessiert. Ich selbst hatte einige spannende Lesestunden. Ich hoffe, dass Axel S. Meyer noch mehr solcher aufregenden Bücher schreibt.

Note: 2+

Sykes, Sam: Das Buch des Dämons

Band 1 Die Tore zur Unterwelt

Originaltitel: Tome of the Undergates
Verlag:
Penhaligon
erschienen:
2011
Seiten:
736
Ausgabe:
Broschur
ISBN:
3764530553
Übersetzung: Wolfgang Thon

Klappentext:

Ausgerechnet Lenk und seine Gefährten – ein Haufen wenig angesehener, als hinterhältig und wortbrüchig geltender Abenteurer – sollen Miron, den bedeutenden Lord Emissär der Kirche von Talanas, auf seiner Reise an Bord der Gischtbraut beschützen. Doch die scheinbar so simple Aufgabe entwickelt sich durch einen Piratenüberfall rasch  zum Alptraum. Denn ihr Schiff wird nicht nur von Seeräubern bestürmt, sondern auch von fahlen Froschwesen aus den Tiefen des Ozeans, die eindeutig dämonischen Ursprungs sind. Und diese Kreaturen entwenden schließlich das Heiligtum des Lord Emissärs: Das Buch des Dämons.

Rezension

„Das Buch des Dämons“ ist der Debütroman von Sam Sykes, einem Autor dessen Namen man sich durchaus merken sollte, und gleichzeitig der Auftakt zu seiner Fantasyreihe mit dem Titel „Die Tore zur Unterwelt. Jeder der mich kennt, weiß dass ich nicht unbedingt die typische Fantasyleserin bin, oder vielmehr war. Sam Sykes hat es mit seinem ungewöhnlichen Stil geschafft mich in den Bann zu ziehen. Allerdings habe ich nicht sehr viele Vergleichsmöglichkeiten aus diesem Genre. Aber trotzdem kann ich sagen, dass ich so etwas wie hier noch nicht gelesen habe. Der Autor hält sich hier nicht lange damit auf seine Protagonisten großartig vorzustellen. Er schubst den Leser direkt in die Geschichte hinein und so fand ich mich ohne Vorwarnung an Bord der Gischbraut wieder. Lediglich im Prolog erklärt Sam Sykes seinen Unterschied zwischen Abenteuern, Söldnern und anderen Arten dieser Berufssparte. Was ich schon mal interessant fand.

Als ich dann weiter in die Geschichte eintauchte, stellte ich fest, dass ich noch nie so viele Dialoge in einem Roman gelesen habe. Hier wird fortwährend geredet. Während der Kämpfe gegen die Piraten, vor einem Angriff, nach einem Angriff und erst recht währenddessen. Wird einmal nicht gesprochen hört man die Gedanken der einzelnen Protagonisten und vor allem die Zwiegespräche die Lenk, der Anführer der Gefährten, führt. Vor allem sind diese Dialoge sehr unterhaltsam geschrieben und so ertappte ich mich dabei, dass ich während einer Schlacht durchaus immer wieder kichern musste. Der trockene und etwas makabre Humor von Sam Sykes hat mir gut gefallen.

Allerdings hat der Autor auch für seine Schlachten sehr klare Worte gewählt. Es fließt jedenfalls jede Menge Blut. Menschenblut und auch Dämonblut.

Viel über die Charaktere der einzelnen Protagonisten kann ich nicht sagen, da es keine, beziehungsweise nur sehr wenig Beschreibungen gab. Man lernt die Gefährten im Laufe der Geschichte kennen, ihre Herkunft und vor allem ihre Gedanken. Ich denke richtig kennen wird man Lenk, Kataria aus dem Volk der Shict, den Assasinen Denaos, die Pristerin Asper und den Drachenmann Gariath erst am Ende der gesamten Saga.

Der Schreibstil des Autors lässt sich gut lesen und so brauchte ich für diese 780 Seiten nur wenige Tage. Das Ende ist allerdings komplett offen und so muss ich wohl oder übel auf denn nächsten Band warten um herauszufinden ob Lenk und seine Gefährten die Menschheit und andere Lebewesen retten können.

Leider fehlt in diesem Buch ein Personenregister, es wäre dann etwas einfacher gewesen die Vielzahl der Protagonisten zu überschauen.

Mein Fazit: Der Auftakt zur Saga „Die Tore zur Unterwelt“ mit „Das Buch des Dämons“ ist dem Autor gelungen. Mich hat es endgültig vom Genre Fantasy überzeugt und ich warte nun ganz ungeduldig auf den zweiten Teil, der hoffentlich bald auch auf Deutsch erscheint

Note: 2+

Safier, David: Plötzlich Shakespeare

autorisierte Lesefassung
Sprecher
: Anneke Kim Sarnau & Christoph Maria Herbst
Verlag: Argon
erschienen:
2010
Ausgabe:
CD (4)
Laufzeit:
299 Minuten
ISBN:
9783839810163

Klappentext:

Wenn ein Mann und eine Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt! Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt, in den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert. Wir schreiben das Jahr 1594, und der Mann heißt William Shakespeare. Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausfindet, was die wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Der Barde hat zwar „Romeo und Julia“ geschrieben, aber von der wahren Liebe versteht er noch weniger als Rosa. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte.

Rezension:

Am Anfang war ich etwas geschockt von den Stimmen der Sprecher. Anneke Kim Sarnau und Christoph Maria Herbst. Sie lesen beide mit einer sehr kraftvollen, ja fast harten Stimme ihre jeweiligen Passagen vor. Stellenweise verstellen sie auch ihre Stimme und das ist zunächst doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Als ich mich dann aber an die Stimmen gewöhnt hatte und immer tiefer in die Handlung eintauchte, habe ich gemerkt wie perfekt diese Stimmen der Sprecher zur Handlung passten. Besonders als beide Sprecher recht sanfte Töne anschlugen und mit ihren Stimmen und der Betonung einiger Szenen, eine atemberaubende Atmosphäre schufen. Diese Sprecher harmonierten im Verlauf der Handlung immer besser miteinander und haben mich am Ende gefesselt und verzaubert zugleich.

Ich konnte mir am Ende die Handlung und das Hörbuch wirklich nicht mehr mit anderen Sprechern vorstellen. Meinen Respekt an Frau Sarnau und Herrn Herbst, sie haben mich wirklich überzeugt und ich werde in Zukunft sehr genau hinschauen, ob ich noch weitere Hörbücher mit ihnen finden kann.

Die Handlung ist witzig und temporeich. Die Art und Weise der Zeitreise ist auch plausibel erklärt worden. Die Geschichte beginnt sehr schwungvoll und auch chaotisch. Man kann aber diesem Chaos recht gut folgen und Herr Safier hat direkt am Anfang ein paar witzige Situationen geschrieben durch die man die Hauptfiguren, Rosa und Shakespeare, besser kennen lernt.

Rosa war mir am Anfang so gar nicht sympathisch und was ich von Shakespeare halten sollte, in diesem Punkt musste ich mich auch überraschen lassen. Der Autor hat aber im Verlauf der Handlung  dafür gesorgt, dass der Leser bzw. Zuhörer immer mehr Sympathien für die Hauptakteure entwickelt. Erschien mir Rosa am Anfang noch sehr überdreht und chaotisch, so habe ich sie am Ende für ihre einfühlsame und pfiffige Handlungsweise bewundert.

Der große Dichter Shakespeare wird dem Zuhörer auch immer sympathischer. David Safier schafft es, durch sehr wortgewandte Dialoge und lebendige Szenen, den Menschen und Mann hinter diesem großen Namen zu zeigen.

Was der Autor über William Shakespeare schreibt ist nicht so einfach nachzuvollziehen. Ich konnte nicht herausfinden was in dieser Handlung den Tatsachen entspricht und was der Autor vielleicht  frei erfunden hat, aber das war für mich am Ende auch nicht wichtig. Dieses Hörbuch ist so witzig und unterhaltsam, dass ich nicht unbedingt wissen muss was nun historisch korrekt ist.

David Safier schreibt aber nicht nur witzige Szenen, sondern auch tiefsinnige und kritische Szenen seinen Protagonisten auf den Leib, wodurch Rosa und Shakespeare sehr lebendig und glaubwürdig wirken. Die Verwicklungen in der Handlung  sind manches mal etwas schräg und erinnern an diesen berühmten schwarzen Humor der Engländer, denn Fakt ist: William Shakespeare ist schon seit mehr als 390 Jahren tot. Diese Tatsache verleiht der Handlung eine besondere Note, da sie nicht offen angesprochen wird, aber zwischen den Zeilen immer präsent ist. Gerade bei diesen unausgesprochenen Fakten, haben die Sprecher durch Pausen und einem angemessenen Sprachtempo dafür gesorgt, dass auch der Zuhörer diese Tatsache nicht überhört.

Mein Fazit zu diesem Hörbuch:

Man darf sich von den Stimmen der Sprecher am Anfang nicht abschrecken lassen, denn dieses Hörbuch bietet dem aufmerksamen Zuhörer eine spannende und interessante Handlung. Ich hatte viel Spaß beim Zuhören und kann dieses Hörbuch wirklich empfehlen.

Note: 1

 

Schacht, Andrea: Hexenkatze

Verlag: Aufbau
erschienen:
2011
Seiten:
309
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN: 9783746626376

Klappentext:

Magie auf vier Pfoten. Deba McMillen hat es nach der Trennung von ihrem Mann geschafft, sich mit ihrer vierzehnjährigen Tochter Micki eine neue Existenz aufzubauen. Dazu gehört auch der Einzug in ein eigenes Haus. Kaum haben sie sich eingerichtet, läuft ihnen eine trächtige Katze über den Weg, die beschließt, ihre Jungen in ihrem Heim zu bekommen. Doch dann entdeckt Deba, dass sie plötzlich über mysteriöse Kräfte verfügt.

Rezension:

Auch wenn ich nun weiß, dass dieses Buch eine Neuauflage von dem Buch  „Mit Katzen spielt man nicht“  (erstmals erschienen 1997)  ist, so fand ich es doch sehr schön. Die Erstauflage dieses Buches kannte ich nicht, denn damals hatte ich Frau Schacht noch nicht für mich als Autorin entdeckt.

Die Handlung ist leicht verständlich und flüssig geschrieben, auch die Charakter der Hauptdarsteller sind lebendig und facettenreich gezeichnet. Ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich mich beim Lesen gelangweilt hätte. Im Gegenteil – bei diesem neuen Nachbarn, den Deba in dem Buch bekommt, hatte ich irgendwie das Gefühl den „Prototypen“ von Pater Ivo  (aus Schachts Begine-Romanen) kennen gelernt zu haben.

Die Handlung ist witzig, spritzig und auch temporeich geschrieben. In manchen Szenen habe ich doch sehr lachen müssen und das die Katzen in diesem Buch noch nicht so intensiv beschrieben wurden, wie in den neueren Katzenromanen von Frau Schacht, dass hat mich nicht gestört, denn am Ende kam doch noch der ganz große Katzenauftritt.

Natürlich hatte ich das Buch auch sehr schnell durchgelesen, denn es ist sehr unterhaltsam und angenehm zu lesen. Ich hatte die ganze Zeit  keine Ahnung worauf diese Handlung hinauslaufen sollte und war daher vom großen Finale am Ende überrascht.

Ich denke wer gerne eine witzige und unterhaltsame Liebesgeschichte mit einem kleinen mystischen Touch liest, der wird an diesem Buch seine helle Freude haben.

Wer jedoch schon alle Bücher von Frau Schacht gelesen hat, auch die älteren Bücher, der wird natürlich von diesem Buch nicht begeistert sein, da er es vielleicht schon unter dem anderen Titel im Regal hat.

Note: 2

Bomann, Corina: Der Lilienpakt

Verlag: Ueberreuter 
erschienen: 2011
Seiten:
365
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3800056011

Klappentext:

Frankreich 1643: Die siebzehnjährige Christine muss den Mord an ihrer Familie miterleben und befindet sich seitdem auf der Flucht getrieben von dem Plan, die Schuldigen zu entlarven. Ein Schmied nimmt sie nur widerwillig auf, denn er hat Angst vor dem Geheimbund Schwarze Lilie

Rezension:

Da denkt man, es wäre wirklich schon alles zum Thema Musketiere geschrieben und verfilmt worden, und schon wird man von Corina Bomann eines Besseren belehrt.

In diesem Buch ist die Geschichte um die berühmten drei Musketiere etwas unkomplizierter und trotzdem mit sehr viel Spannung erzählt worden. Auch wenn es natürlich nicht die gleiche Geschichte ist, die Alexandre Dumas vor ca. 160 Jahren erzählt hat, so ist es doch vom geschichtlichen Hintergrund ähnlich gestaltet. Das musste auch so sein, denn an den geschichtlichen Fakten wollte die Autorin natürlich nichts verändern.

Aber an den Hauptpersonen hat die Autorin etwas geändert. Es sind hier nicht die Musketiere die Hauptakteure, sondern ein junges Mädchen namens Christine und der Sohn eines Schmieds namens Jules.

Am Anfang war ich noch durch die vielen französischen Namen etwas verwirrt, aber das hat sich sehr schnell geändert, denn die Geschichte ist so flüssig und leicht verständlich geschrieben, dass man doch recht schnell den Durchblick hat.

Der Spannungsbogen ist am Anfang nicht ganz so straff gespannt, auch wenn die Geschichte rasant beginnt, aber nach dem ersten Teil wird es dann immer spannender. Dieses Buch ist in drei einzelne Teile unterteilt und zeigt auf diesem Weg dem Leser, wann es in Christines Leben zu einschneidenden Veränderungen kommt.

Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin auch eine zarte Liebesgeschichte und die Schwierigkeiten mit denen die  junge Leute in der damaligen Zeit zu kämpfen hatten. Christine ist manches mal sehr eigensinnig und temperamentvoll, aber sie hat auch Herz und Verstand und das führt zu einigen heiteren Dialogen.

Die Autorin beschreibt sehr eindrucksvoll die katastrophalen hygienischen Begebenheiten in Paris und auch die Armut, aber sie sorgt auch dafür das die Atmosphäre durch diese Beschreibungen nicht lange dunkel und unangenehm wirkt beim lesen. Natürlich konnte Frau Bomann auch nicht darauf verzichten die Grausamkeiten der damaligen Zeit zu beschreiben, aber auch diese Szenen sind wohl dosiert, und nicht übertrieben grausam, in die Handlung eingefügt worden.

Natürlich wird dem aufmerksamen Leser recht schnell klar wohin die Handlung führt, aber sie führt dann doch nicht zu dem Geheimnis von dem wir alle glauben es zu kennen. Auch in diesem Punkt hat die Autorin einige Überraschungen im Ärmel, die ich hier natürlich nicht verraten werde.

Dieses Buch ist sicher dazu geeignet, bei einem jugendlichen Leser das Interesse für die französische Geschichte zu wecken und das mit viel Spannung, Humor und Abenteuer. Genau die richtige Lektüre um langweilige Regentage in den Ferien oder am Wochenende angenehm zu verbringen. Es macht viel Spaß Christine und Jules im alten Paris bei ihren Abenteuern zu begleiten.

Eine Karte im Buchdeckel und ein ein ausführliches Nachwort runden dieses Buch sehr gut ab und helfen dem Leser die Wege und Orte besser kennen zu lernen.

Auch wenn das Cover nicht so ganz meinem Geschmack entsprach, fand ich die rote Lilie und den roten Schriftzug darauf sehr schön, nur diese ständigen Frauenporträts auf historischen Romanen werden langsam langweilig. Diese Porträts findet man fast ausschließlich auf den historischen Romanen und ich hätte mir für dieses Buch einen anderen Hintergrund gewünscht. Aber wie gesagt, dass ist halt Geschmackssache und rechtfertigt in meinen Augen keinen Punktabzug, denn der Inhalt und die Handlung des Buches ist spannend und schlüssig geschrieben.

Note: 2+