Phillips, Susan Elizabeth: Kein Mann für eine Nacht

auch erschienen unter dem Titel „Glitterbaby“ und unter dem Titel „Die Traumwelt“
Originaltitel: Glitterbaby
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2009
Seiten:
512
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442369819
Übersetzung:
Beate Darius

Klappentext:

Fleur Savagar – in der Modewelt voll Bewunderung „Glitterbaby“ genannt – ist mit 22 Jahren das berühmteste Model der Welt und ziert mit ihrer Erscheinung die Titelseiten der internationalen Magazine. Als Fleur ihre erste Filmrolle in Hollywood bekommt, wird ihr der Drehbuchautor und Hauptdarsteller Jake Koranda zum Schicksal – bis sie erfährt, da0 er einer der zahlreichen Liebhaber ihrer Mutter ist. In diesem Moment bricht ihre Traumwelt zusammen.

Rezension:

Erst mal möchte ich betonen, das dieser ältere Roman von Susan Elizabeth Phillips vom Stil her völlig anders ist, als ihre neuen Romane. Schreibt sie heute eher etwas humoristische Liebesromane, war es damals doch eher Mainstream (Unterhaltung). Trotzdem ist dieses Buch zu empfehlen. Fleur ist eine sehr sympathische Hauptfigur, mit der man sich schnell identifiziert. Besonders die letzten 70 Seiten haben mich teilweise sehr berührt. Jedenfalls hat die Autorin einen für damalige Zeiten glaube ich sehr unkonventionellen Helden erschaffen, der im Roman öfters überrascht. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Darstellung von Fleurs Mutter Belinda. Zum Ende hin nahm sie immer mehr die Züge einer etwas gestörten Frau an. Das erinnert ein wenig an V.C. Andrews, in deren Romane es auch immer irgendwelche paralysierten Frauen gibt.

Ich habe übrigens die alte Version dieses Romans gelesen, die 1993 bei Bastei Luebbe unter dem Titel „Glitterbaby“ erschien. Die Version von Blanvalet wurde neu übersetzt und im Original wohl auch etwas überarbeitet.

Note: 2

Spencer, LaVyrle: Wo der Traum die Nacht verlässt

Originaltitel: Family Blessings
Verlag:
Goldmann
erschienen:
1995
Seiten:
412
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3789132187
Übersetzung:
Kirsten Spieldiener

Klappentext:

Lee Reeson, eine Geschäftsfrau in den Vierzigern, ist eine Witwe mit drei Kindern. Die vielen Schicksalsschläge, die sie hinnehmen musste, haben sie nicht gebrochen, sondern stark gemacht. Ihr zweitgeborenes Baby verlor sie durch den plötzlichen Kindstod und neun Jahre später starb überraschend ihr Mann.

Nun steht plötzlich der junge Polizist Chris vor ihrer Tür und eröffnet ihr, dass ihr 25jähriger Sohn Greg bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Da Chris Gregs bester Freund und Kollege bei der Polizei war, hat er sich freiweillig für die schwierige Aufgabe gemeldet, die schreckliche Nachricht zu überbringen. In der folgenden Zeit geben sich Chris und Lee in ihrer Trauer gegenseitig Trost und schließen Freundschaft.

Doch allmählich entwickeln sich ihre Gefühle immer mehr zu einer zarten Liebe. Das ist vor allem deshalb problematisch, weil Chris wesentlich jünger ist als Lee, die Angst vor der Reaktion ihrer Umwelt hat. So einigen sich beide darauf, ihr Verhältnis geheim zu halten. Damit noch nicht genug, ist Lees Tochter Janice Chris ebenfalls sehr zugetan.

Rezension:

Direkt am Anfang des Buches sollte man wirklich ein oder zwei Taschentücher in G ffnähe haben. Man kennt Greg zwar nicht, wird aber von der sehr einfühlsamen Beschreibung der Trauer der Familie und Freunde so mitgerissen, das ich mir zumindest nur sehr schwer die Tränen verkniffen habe.

Das ist überhaupt die Stärke von Lavyrle Spencers Stil. Die unheimlich intensive und einfühlsame Erzählung einer Geschichte. In diesem Fall die Liebe zwischen zwei Menschen, die nach der öffentlichen Meinung einfach nicht zusammen passen, die sich aber durch einen Unglücksfall näher kommen und schließlich eine tiefe Liebe füreinander empfinden.

Note: 1

Brown, Sandra: Nacht ohne Ende

Originaltitel: Standoff
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2001
Seiten:
414
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442354471
Übersetzung:
Elke Bartels

Klappentext:

Die Fernsehreporterin Tiel McCoy sitzt gerade im Auto, als sie im Radio von der Entführung der texanischen Millionärstochter Sabra Dendy hört. Als Tiel kurz darauf an einer Raststätte hält, tauchen plötzlich der Kidnapper und sein Opfer auf und nehmen sie und einige andere Gäste als Geiseln. Bald schon wird der wahre Sachverhalt klar: Sabra ist hochschwanger und mit ihrem Freund von zu Hause geflohen. Als bei dem Mädchen unvermittelt die Wehen einsetzen und auch noch das FBI anrückt, machen die verzweifelten jungen Leute deutlich, daß sie lieber sterben würden, als aufzugeben. Nur ein einziger Mann kann Tiel helfen, das Pulverfass vor dem Explodieren zu bewahren….

Rezension:

Dieser Sandra Brown Roman hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen. Was man übrigens auch daran sehen kann, das ich ihn innerhalb eines Tages ausgelesen hatte. Das Buch ist zwar nicht besonders lang (etwas über 280 Seiten) und ziemlich temporeich geschrieben, aber ich finde das passt exzellent zum Thema Geiseldrama. Wie die Situation sich immer wieder in Sekunden total ändert, wie sich völlig unbedeutende Aktionen auf das Geschehen auswirken können und wie Menschen in gefährlichen Situationen über sich hinaus wachsen oder völlig versagen können, bringt die Autorin sehr authentisch rüber.

Punktabzug gibt es nur für die letzten Seiten, da ich noch gerne etwas mehr über Ronnie und Sabra erfahren hätte. Außerdem erschien mir die Sache mit Tiel am Ende etwas zu weichgespült.

Note: 2

Phillips, Susan Elizabeth: Ausgerechnet den?

Band 1 Chicago Stars Serie

Originaltitel: It had to be you
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2001
Seiten:
480
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442355265
Übersetzung:
Gertrud Wittich

Klappentext:

Darauf ist das Chicago-Footballteam nicht vorbereitet: Verkündet da doch eine zeirliche, freche Schönheit, dass sie ab sofort der Boss ist, weil sie den ungehobelten Haufen mittelmäßiger Spieler schlicht und einfach geerbt hat! Phoebe bereitet die Empörung der Spieler diebischen Spaß, vor allem, als sie den Trainer, eine athletische Spielerlegende aus Alabama, kennen lernt. Aber diesem Prachtexemplar von Sportler mit dem Hirn von der Größe einer Erbse wird sie auch noch die Flötentöne beibringen – denkt sie. Dan Calebow wiederum hat in Phoebe genau das vor sich, was ihm entsetzlich auf den Geist geht: eine Unsinn quasselnde, hohle Barbiepuppe, die nicht die leiseste Ahnung von der Funktion eines Werfers oder dem richtigen Leder hat. Es sei denn, man trägt es als Handtasche. Aber warum reagiert er dann auf dieses aufreizende Weib wie eine scharfe Tellermine? Oder andersherum: Weshalb hat die weltgewandte Phoebe bei ausgerechnet diesem Mann plötzlich so weiche Knie? All diese Rätsel können nur mit völlig neuartigen Trainigsstunden gelöst werden…

Rezension:

Hm…also so richtig überzeugt hat mich der neue Roman von Susan Elizabeth Phillips nicht. Es gab zwar auch sehr schöne Szenen, besonders am Ende zwischen Phoebe und ihrer Halbschwester Molly, aber leider auch einige Szenen, die man sich hätte sparen können. So führt Dan ein ziemlich eigenartiges Sexleben mit seiner Exfrau. Im Allgemeinen finde ich, das dem Sex sowieso viel zu viele Seiten in diesem Buch beigemessen wurden und das ansonsten eigentlich nicht so viel passiert. Zwar gibt es einige witzige Dialoge und auch zum Schluß hin einige spannende Footballspiele, aber selbst die können nicht darüber hinwegtäuschen, das dieses Buch ansonsten nicht sehr viel zu bieten hat.

Trotzdem bin ich gespannt, auf das Buch, in dem Molly ihre eigene Geschichte erhält. Allerdings ist es erst dieses Jahr in den USA erschienen. Wir werden wohl noch eine Weile warten müssen, bis „This Heart of Mine“ übersetzt wird.

Das Cover von „Ausgerechnet den“ ist übrigens auch die Krönung. In dem Buch geht es um eine Blondine mit Hund, auf dem Cover ist eine Brünette mit Katze! :roll:

Note: 3

McReynolds, Glenna: Kelch und Schwert

Band 1 Celtic Saga

Originaltitel: The Chalice and the Blade
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2000
Seiten:
570
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442352274
Übersetzung:
Elke Bartels

Klappentext:

Man schreibt das Jahr 1190. Die drei Ritter Caradoc, Dain und Morgan ziehen mit Richard Löwenherz ins Heilige Land. Sie überleben Schlachten, Sarazenenfolter und Sklaverei. Doch keiner von ihnen ahnt, daß sie ihr wahres Schicksal er ist England erwartet, an der Küste von Wales. Denn die Klippen der zerstörten Burg von Carn Merioneth bergen ein gefährliches Vermächtnis: das Tor zu Zeit und Raum. Und den Schlüssel dazu besitzt die junge, ahnungslose Ceridwen, Tochter eines keltischen Königs und eine Druidenprinzessin.

In letzter Minute ist Ceridwen einer Eskorte entkommen, die sich nach Balor Keep begleitet. Aus politischem Kalkül soll sie dort mit Caradoc vermählt werden – jenem Ritter, der einst ihre Familie tötete und der seither das Königreich von Carn Merioneth knechtet. Doch auf der Flucht gerät Ceridwen an den gefürchteten Dain Lavrans, genannt „Das Schwert“. Er allein weiß um Ceridwens magische Kräfte, und als er in ihrem Bündel einen roten Folianten mit rätselhaften Prophezeiungen findet, gibt es für ihn nur noch ein Ziel: zu erfahren, welches Geheimnis sich um Ceridwens Person rankt und was in jenen sagenumwobenen Nächten von Beltaine geschieht, in denen sich angeblich die Grenzen zwischen Raum und Zeit aufheben.

Bald bricht ein neuer Frühling an, und wieder kommt es zur Nacht von Beltaine. Berausht von Wein und Leidenschaft, finden sich Ceridwen und Dain in einer langersehnten Umarmung . nur um grausam getrennt zu werden. Denn Caradoc bemächtigt sich seiner flüchtigen Braut, und es kommt zum alles entscheidenden Kampf in den Höhlen von Carn Merioneth….

Rezension:

Ein wirklich fantastischer Fantasy-Romance-Roman. Tatsächlich habe ich noch kein Buch gelesen, das beide Genre so unglaublich gut miteinander verbindet. Zwar gibt es in fast allen Fantasy-Romanen auch eine Liebesgeschichte, aber sie wird normalerweise nicht so leidenschaftlich und offen dargestellt.

Dabei hat mir vor allen Dingen die Figur des Dain Lavrans gefallen. Sein Charakter war unheimlich facettenreich, gleichzeitig düster, faszinierend, widersprüchlich, liebevoll. Gerade seine inneren Dämonen, die er den ganzen Roman über zu verdrängen versucht, machen ihn zu einer ungewöhnlichen Romanfigur.

Die ganze Geschichte erzählt Glenna McReynolds höchst sinnlich und das nicht nur, wenn es um sexuelle Leidenschaften geht. Auch Gerüche, Beschreibungen der Gegend sind so plastisch, das man sich selbst  in den Höhlen von Carn Merioneth glaubt. Das ganze steigert sich dann zu einem fantastischen und spannenden Finale. Ein Buch, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Auch wenn man bisher noch keine Fantasy gelesen hat.

Note: 1