Patterson, James: Das 8. Geständnis

Band 8 Women’s Murder Club

Originaltitel: The 8th Confession 
Verlag:
Limes
erschienen:
2010
Seiten:
352
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3809025518
Übersetzung:
Leo Strohm

Klappentext:

Eine mysteriöse Mordserie erschüttert San Francisco, ein Obdachloser wird gnadenlos exekutiert, und die Explosion eines Drogenlabors fordert viele Opfer. Die Herausforderungen für Detective Lindsay Boxer waren nie größer: Da treibt eine psychopathische Mörderin ihr Unwesen, die es vor allem auf die Upper Class abgesehen hat und so gut wie keine Spuren hinterlässt. Selbst Pathologin Claire Washburn findet keine Hinweise. Dann wird ein schwarzer Obdachloser, der unter Seinesgleichen als Heiland galt, brutal hingerichtet, und Journalistin Cindy Thomas wittert eine große Story. Doch je mehr sie über den Toten erfährt, desto schmutziger erscheint seine Weste.

Rezension:

Patterson hat wieder einen annehmbaren Roman abgeliefert, keinen hervorragenden, aber ein dennoch sehr lesbares Buch. Der “Women’s Murder Club” ist hier wieder voll in Aktion und die vier Frauen arbeiten sehr eng zusammen um dem Mörder auf die Spur zu kommen.

Wie in jedem seiner Romane beschreibt Patterson zwei Handlungsstränge, die nichts miteinander zu tun haben. Zum einem der Mord an einem Obdachlosen, um dem sich die Polizei nicht kümmert. Erst als die Reporterin Cindy Thomas über Artikel in der Zeitung Druck macht geht auch in diesem Fall etwas weiter. Doch dafür haben die beiden Polizisten Lindsay und Conklin eigentlich gar keine Zeit, denn sie jagen einen Mörder der die Superreichen von San Francisco umbringt und dabei keine Spuren hinterlässt. Die Pathologin Claire kann nicht einmal sagen woran die Menschen gestorben sind.

“Das 8. Geständnis”ist dabei etwas ruhiger als die Romane davor, auch die Auflösung an sich brachte nicht den gewohnten “Aha” Effekt. Ab der Mitte des Buches ist für den Leser eigentlich klar wer die Morde begangen hat und warum, nur die Polizei tappt weiter im Dunkeln. Einziger wirklich toller Lichtblick in diesem Buch: Die komplizierte Beziehung zwischen Lindsay Boxer und ihrem Freund Joe und zugleich ihrem Kollegen Conklin. Die Spannungen nehmen zu und es fallen auch einige schwere Entscheidungen. Ich bin froh, dass sich Patterson entschieden hat auch diese Sache endlich mal weiter voranzutreiben.
Alles in allem ein netter Roman, der aber auch schnell wieder vergessen sein wird.

Note: 3-

Patterson, James: Die 7 Sünden

Band 7 Women’s Murder Club

Originaltitel: The 7th Heaven
Verlag:
Limes
erschienen:
2009
Seiten:
384
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
380902550X
Übersetzung:
Leo Strohm

Klappentext:

Junie Moon ist eine faszinierende Frau. Sie ist auf eine geheimnisvolle Art und Weise schön, vor allem deshalb, weil ihr Gesicht so unschuldig wirkt. Dabei ist Junie Moon Prostituierte, und gerade hat sie den Mord an Michael Campion gestanden. Campion ist jung, reich, berühmt – und hat seit Geburt einen Herzfehler, der sei Leben ohnehin zu einem Leben auf Abruf macht.
Zudem sterben bei grausamen Brandanschlägen mehrere Ehepaare. Ihr Instikt sagt Inspector Lindsay Boxer dass es einen Zusammenhang gibt.

Rezension:

James Patterson ist in diesem Roman zu seinem alten Stil zurückgekehrt. Die letzten 200 Seiten des Romans habe ich nur mehr verschlungen, weil ich endlich wissen wollte wer die Brandanschläge verübt hat, ob Julie Moon schuldig ist und wo Michaels Leiche versteckt ist.

Gekonnt schafft es der Autor hier falsche Fährten zu legen, den Leser auf eine falsche Spur zu locken und am Ende alles ganz anders ausgehen zu lassen. Während des Lesens hatte ich oft schon den Täter dingfest gemacht um dann wieder feststellen zu müssen, dass ich mich in einer Sackgasse verirrt habe.

Auch die Freunde von Lindsay Boxer kommen wieder tatkräftig zu Wort und helfen ihr den Fall aufzuklären. Allen voran die Staatsanwältin Yuki, die in diesem Buch eine größere Rolle einnimmt. Die Beziehung zwischen Lindsay und ihrem Freund Joe wird weiter gesponnen, trotzdem bleibt alles in der Schwebe.

Bei den letzten drei Romanen blieb ich nur mehr am Ball, weil ich endlich wissen wollte ob Lindsay und Joe nun endlich heiraten und zusammen ziehen, aber nach diesem Band hat Patterson wieder bewiesen, dass er das Krimi-Schreiben anscheinend immer noch sehr gut kann.

Note: 2

Patterson, James: Die 6. Geisel

Band 6 Women’s Murder Club

Originaltitel: The 6th Target
Verlag:
Limes
erschienen:
2008
Seiten:
348 Seiten
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN: 3442372283
Übersetzung: Andreas Jäger

Klappentext:

Nackte Angst herrscht in den Straßen San Franciscos: Kinder und Nannys wohlhabender Eltern verschwinden. Lieutenant Lindsay Boxer quält dieselbe Frage wie alle: Was ist mit ihnen geschehen? Und: Wer wird das nächste Opfer sein? Bis die Leiche eines Kindermädchens auftaucht. Fieberhaft sucht Lindsay mit ihren Freundinnen vom »Women’s Murder Club« nach dem psychopatischen Mörder. Da wird ihre Freundin und Pathologin Claire von einem Amokschützen niedergeschossen. Welchen Hinweis geben seine Worte: »Sie sind schuld! Sie hätten mich daran hindern müssen …«?

Rezension:

Beim 6. Fall rund um den Club der Ermittlerinnen kommt beim Lesen viel Fadesse auf. Das liegt zum einen am immer selben Aufbau der Bücher und auch an der Berechenbarkeit der Mörder. War ich bei den ersten Bänden noch voll überzeugt von der Reihe, so war dieser Band voller Langeweile.  Die vorherigen Bände boten wenigstens noch etwas Spannung, das ließ dieser leider komplett vermissen.

Auch in diesem Buch ist eine der vier Ermittlerinnen in die Geschehnisse des Falles verwickelt. Diesmal trifft es Claire Washburn, die Pathologin. Auch in diesem Band werden wieder mehrere Fälle gleichzeitig gelöst und wieder verlaufen einige Ermittlungem im Sande. Patterson täte gut daran die nächsten Bände nicht wieder nach dem gleichen Schema aufzubauen, aber trotz allem werde ich mir die weiteren Fälle auch besorgen und lesen. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Ich will wissen wie sich das Verhältnis von Lieutenant Lindsay Boxer und ihrer Wochenendbeziehung Joe Molinari weiter entwickelt.

Das Positive am Buch: Aufgrund der wirklich sehr kurzen Kapitel liest es sich sehr flüssig und jedes Buch ist in zwei Tagen ausgelesen. So kann man sie bequem zwischen wirklich dicke Wälzer schieben.

Note: 3

Patterson, James: Die 4. Frau

Band 4 Women’s Murder Club

Originaltitel: The 4th July
Verlag:
Limes
erschienen:
2006
Seiten:
384
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3809024988
Übersetzung:
Andreas Jäger

Klappentext:

Eine Routinekontrolle entwickelt sich für Detective Lindsay Boxer zum Fiasko. Nach einer Autojagd durch San Francisco schießt sie in Notwehr auf zwei Jugendliche: Ein Mädchen stirbt, ihr Bruder ist für den Rest seines Lebens an den Rollstuhl gefesselt, und Lindsay sieht sich einem Prozess gegenüber, der ihre Existenz bedroht.

Für die Dauer des Verfahrens zieht sie sich zu ihrer Schwester nach Half Moon Bay zurück. Kaum angekommen, geschehen dort mehrere Morde nach einem Muster, das Lindsay schon einmal begegnet ist – in einem Fall, den sie bis heute nicht lösen konnte: Die Opfer wurden mit durchtrennter Kehle und blutigen Striemen auf dem Gesäß aufgefunden.

Während die örtliche Polizei im Dunkeln tappt, stößt Lindsay mit Hilfe ihres Geliebten Joe Molinari und ihrer Freundinnen Cindy und Claire auf Hinweise, die sie selbst in höchste Gefahr bringen. Schon bald kämpft sie an zwei Fronten: Hier der Prozess mit unsicherem Ausgang, dort ein mörderisches Trio, das sich zum Rächer misshandelter Kinder ernannt hat…


Rezension:

Mit Pattersons Lindsay Boxer Serie kann immer ein spannendes Wochenende verbringen. Länger “halten” die Bücher meist nicht, weil es der Autor mit seinen kurzen Kapiteln dem Leser unmöglich macht, das Buch zwischendurch weg zu legen. Und so hastet man auch bei “Die 4. Frau” erneut durch ultrakurze Kapitel, aber leider durch eine diesmal nur mäßig spannende Handlung.

Lindsay aus ihrer gewohnten Umgebung heraus zu reißen, funktioniert für mich einfach nicht. Lindsays Gerichtsverhandlung ist zwar spannend, aber sie nimmt zu großen Raum ein. Der Rest und somit auch der eigentliche Kriminalfall sind  nur im diesen Termin herum arrangiert. Der Mordfall ist leider nicht besonders fesselnd und so lebt der vierte Roman der Serie  nur von seiner sympathischen Hauptfigur. Lindsay ist bereits vom ersten Band an, ein Mitgrund, warum diese Serie so lesenswert ist. Auch in “Die 4. Frau” fühlt man mit ihr mit. Sie muss sich damit auseinandersetzen, vielleicht ihre ganze Karriere und ihr ganzes bisheriges Leben zu verlieren und Patterson gelingt es hier sehr gut, Lindsays Gefühle darzustellen. Auch ihre schwierige Beziehung zu Joe Molinari, den sie nur alle paar Wochen einmal für ein paar verstohlene Stunden sehen kann, wird erneut thematisiert. Die Szenen zwischen den Beiden zeigen sehr einfühlsam, was diese Beziehung für Lindsay bedeutet.

Obwohl der Leser hier also schon emotional eingebunden wird, fehlt einfach die Spannung. Zum ersten Mal hat mich Patterson auch am Ende des Romans nicht überrumpelt. Die Auflösung war zwar schlüssig, im Vergleich zu den anderen Romanen aber recht einfallslos und uninspiriert.

Note: 3