Adiós Lovelybooks, hallo LibraryThing!

Ich benutze Lovelybooks in erster Linie als virtuelles Bücherregal und somit als Bücherdatenbank. Eine popelige Excel-Datei ist mir zu unübersichtlich und fade, mit den diversen offline verfügbaren Bibliotheks-Programmen bin ich nie warm geworden. Außerdem fand ich es immer praktisch meinen aktuellen Lesestatus als Widget auf dem Blog einfügen zu können.

An den sonstigen vermeintlichen Vorzügen habe ich bei Lovelybooks selten teilgenommen. Eine handvoll Leserunden, eine Lovelybox und diverse Challenges, die ich aber auch nach einigen Wochen meist nicht weiterverfolgt habe. Mit den Leserunden dort hatte ich immer meine Probleme, weil ich sie für sehr unübersichtlich halte und bei großen Leserunden einfach keine wirkliche Diskussion aufkommt. Auch muss man schon in einem Wahnsinns Tempo lesen, damit man überhaupt noch was schreiben kann, was nicht schon fünfzig andere gepostet haben. Spaß macht es jedenfalls selten. Und ehrlich gesagt gibt es genügend Portale, wo ich die Leserunden angenehmer finden. Z.B. bei Literaturschock oder – warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt – in meinem eigenen Bücherforum.

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Weihnachtsausbeute

An Weihnachten werde ich traditionell auch immer mit Büchern verwöhnt. Da ich auch noch am 27. 12. Geburtstag habe, wird die Anzahl an neuen Büchern auch schon mal zweistellig. Die letzten Jahre kommt dabei natürlich auch immer ein “wir sollen dir schon wieder Bücher schenken?”, welches ich jedes Jahr stoisch ignoriere und meinen Eltern und meinem Bruder einen Bücherwunschzettel in die Hand drücke.

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Verlagsvorschau Januar 2017

2016 nähert sich dem Ende und schon bald wird es die ersten Januar-Neuerscheinungen geben. In den letzten Monaten habe ich mit den Verlagsvorschauen leider aussetzen müssen, aber ab dem neuen Jahr möchte ich gerne damit weitermachen. Obwohl der ein oder andere sicherlich gerade zu Weihnachten seinen SUB durch Geschenke erhöht hat, muss ich euch leider sagen, auch in 2017 erscheint wieder verdammt gutes Zeug zur Suchtbefriedigung. Solltet ihr noch Weihnachtsgeld übrig haben, könnt ihr es also gleich im Januar ausgeben! :mrgreen: Habt ihr noch andere Bücher auf eurer Januar-Liste? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Elisabeth Büchle: Der Korsar und das Mädchen (Gerth)

South Carolina, 1814: Die 17-jährige Catherine ist ein Wildfang, der Reiten, Fechten und auf Bäume klettern mehr schätzt als hübsche Kleider und Teekränzchen. Kein Wunder, hat sie doch in Ermangelung eines männlichen Erben von Kindesbeinen an die Erziehung eines solchen erhalten. Als sie und ihre Schwester Emily in den Wirren des Britisch-Amerikanischen Krieges unfreiwillig auf einer Kriegsfregatte landen, gibt sie sich erfolgreich als Schiffsjunge aus.

Lennart Montiniere, der attraktive Lieutenant Commander der “Silver Eagle”, findet den ungewöhnlichen jungen “Cato” gleichermaßen interessant wie verdächtig – und für Catherine wird es immer schwieriger, ihre wahre Identität und ihre Gefühle für Lennart zu verbergen. Als sie schließlich ihr Ziel in England erreicht, wo sie den Sohn eines Lords heiraten soll, überschlagen sich die Ereignisse …

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Grab my pussy – das Frauenbild in der Unterhaltungsliteratur

grab

In wenigen Stunden wird die Sonne aufgehen. Fünf Uhr in Deutschland. Gerade ist das letzte TV Duell zwischen Donald Trump und Hillary Clinton zu Ende gegangen. Das war so gehaltvoll, dass man nebenher prima eine Kolumne schreiben konnte. Ich habe mich schon immer für amerikanische Politik interessiert und verfolge so etwas, wenn ich es kann. Das erste Duell habe ich verpasst, das zweite Anfang Oktober aber wie das heutige live gesehen. Etwas ungläubig schaut man ja dieser Tage über den großen Teich und fragt sich, was man den Amerikanern wohl ins Leitungswasser kippt, dass sie ernsthaft in Erwägung ziehen, das fleischgewordene Toupet zum Präsidenten zu wählen.

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Der literarische Snobismus

Der Literaturbetrieb ist festgefahren, kleingeistig und engstirnig. Jedenfalls wenn man diese Woche die hochnobelgepreisten Journalisten, Autoren und Leser befragt. Im literarischen Quartett schlagen sie sich fast die Köppe ein und der Blätterwald diskutiert den aktuellen Literaturnobelpreisträger. Bob Dylan ist doch mit seiner Klampfe bitte kein Autor, denn immerhin hat Günter Grass für seine Blechtrommel ja auch noch keinen Grammy bekommen.

Maxim Biller alias Grumpycat

Natürlich müssen Literaturwissenschaftler Regeln anwenden. Das habe ich in meinem Studium auch mal alles gelernt. Es gibt Kriterien, die Literatur erfüllen muss, aber dennoch frage ich mich besonders in den letzten Tagen, ob der intellektuelle Literat, der am liebsten wie Maxim Biller alias Grumpycat über den Dingen schwebt, nicht evolutionsliterarisch irgendwo mal stecken geblieben ist.

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