Marillier, Juliet: Das Kind der Stürme

Band 2 Sevenwater Serie

Originaltitel: Child of the Prophecy
Verlag:
Knaur
erschienen:
2003
Seiten:
752
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3426628155
Übersetzung:
Regina Winter

Klappentext:

Fianne ist die Tochter von Niamh und des Druiden Ciaran. Sie ist fern von Sevenwater, der Heimat des Familienclans, bei ihrer Großmutter aufgewachsen, der skrupellosen Zauberin Lady Oonagh. Deren Ziel ist es, aus Fianne ein ebenso mächtiges wie willenloses Werkzeug ihrer Rache zu machen. Sie unterweist das Mädchen in den magischen Künsten und schickt sie dann zurück nach Sevenwater. Dort muss Fianne sich entscheiden – denn wenn sie sich nicht auf die teuflischen Pläne einlässt und sowohl den Familienclan von Sevenwater als auch die „Alten“ vernichtet, jenes geheimnisvolle Volk, das die Quelle der Magie Irland ist, will Oonagh Ciaran töten – und Darragh, den Mann, in den sich Fianne verliebt hat …

Rezension:

„Das Kind der Stürme“ der Abschluß der Triologie um die Gemeinschaft von Sevenwater und die geheimen Inseln. Dieser letzte Teil ist wohl der schwächste von den Dreien, obwohl ich nicht sagen kann, dass er mir nicht gefallen hat, nur war der Weg den Fianne gehen muss nicht so fantasievoll mitreißend gezeichnet wie der von Sorcha und Liadan in den vorhergehenden Bänden. Ich fand das Ende der Geschichte nicht schlecht, obwohl es schnell vorhersehbar war.

Insgesamt kann ich wirklich sagen, es ist eine der besten Geschichte in ihrer Gesamtheit mit den Vorgängerbüchern. Die Triologie ist fantasie- und liebevoll geschrieben und zieht den Leser in ihren Bann. Man fängt ein Buch an und legt es so schnell nicht wieder aus der Hand und am Ende ist man traurig, weil es zu Ende ist. Das trifft natürlich v.a. auf diesen letzten Band zu, denn nun gibt es wirklich keinen Nachfolger mehr. Aber wer diese Geschichten zu Hause im Bücherregal stehen hat, wird immer mal wieder dazu greifen und einfach einpaar der wirklich sehr schönen Szenen nachlesen.

Note: 2

Wolff, Steffi von: ReeperWahn

Verlag: Fischer
erschienen:
2005
Seiten:
320
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3596165881

Klappentext:

Uschi, Tiffy, Ella, Katharina und Brigitte arbeiten beim Kiez-Report, dem Sex-Kult-Magazin von Deutschland. Tagaus, tagein suchen sie scharfe Nacktfotos aus, schreiben genervt Texte und frusten dabei vor sich hin. Chefredakteur Herbert macht ihnen das Leben zur Hölle, und privat gibt’s mit den Männern auch nur Probleme. Die Mädels fassen einen mörderischen Plan …

Rezension:

Dieses Buch ist mit Abstand das überflüssigste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Die Story ist wirklich so was von schlecht, da kann man leider absolut gar nichts mehr schön reden. Ich meine was will mir die Autorin damit sagen, wenn ihre Heldin eine Beule zwischen den Augen kriegt, wenn sie sich aufregt, und deren Haustier Kontaktlinsen braucht und Rückenprobleme hat und wieso fehlen in Wohnungen Türen, so dass der Nachbar erst durch die Wohnung der Nachbarin und dann durch eine Falltür in die eigene Wohnung kann? Die Freundinnen haben zudem alle so was von einen an der Waffel. Hach, im Prinzip macht man mit dieser Rezension noch zu viel Gewese um das Buch. Es ist schlecht geschrieben und einfach strunzdoof – tut mir leid.

Note: 6

Bushnell, Candace: Sex and the City – Volume 2

Sprecher: Irina von Bentheim
Verlag:
Der Audio Verlag
erschienen:
2004
Ausgabe:
CD (1)
ISBN:
389813363X

Klappentext:

Sie gilt als schärfste Zunge und spitzeste Feder Manhattans: Candace Bushnell, Klatschkolumnistin der New Yorker Wochenzeitung „Observer“. Direkt und tabulos, ohne falsche Scham stellt sie die wichtigsten Fragen der Menschheit: Wieviel Sex am Tag ist normal? Kann Frau einen Mann ändern? Muss ich mit 30 verheiratet sein? Was macht den Sex in einer Großstadt aus?

In der Erfolgsserie „Sex and the City“ begeistert Bushnells Alter ego Carrie ein Millionenpublikum. Irina von Bentheim, die deutsche Stimme von Sarah Jessica Parker, liest eine Auswahl der besten Kolumnen, aus denen die Serie entstand: Endlich muß man nicht mehr auf den Dienstagabend warten.

Rezension:

„Sex and the City Volume 2“ kehrt mit der altbekannten Qualität zur Erfolgsserie zurück. Wieder glänzt das Hörbuch mit passenden Hintergrundgeräuschen (Straßengeräusche aus New York) und vor allen Dingen natürlich mit Carries Stimme Irina von Bentheim. Sie schafft es Carries Eigenarten und Betonungen aus der Serie genauso natürlich und lebendig auf dieses Hörbuch zu transportieren. Es ist fast so, als würde man von einer Freundin durch New York geführt werden.

Wie auch schon auf der ersten Sex and the City CD sollte man handlungstechnisch nicht die Fernsehserie erwarten. Carrie erzählt zwar aus ihrem Leben, aber es sind eben doch zusammenhangslose Geschichten, die sie wie Kolumnen präsentiert. Ihre bekannten Freundinnen Samantha und Co. haben auch wenig bis gar kein Gewicht bei diesem Hörbuch. Im Vergleich zum ersten Teil kommt mir Irina von Bentheim noch lockerer vor und auch die Kolumnen fand ich teilweise besser, als auf dem ersten Teil.

Note: 2

Link, Charlotte: Der fremde Gast

Verlag: Goldmann
erschienen:
2005
Seiten:
414 Seiten
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3789132187

Klappentext:

Rebecca Brandt hat beschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Nichts kann die junge Witwe über den Tod ihres Mannes hinwegtrösten. Da lernt sie durch Zufall in Südfrankreich die beiden Studenten Inga und Marius kennen und schöpft durch die Freundschaft mit dem jungen Paar neuen Lebensmut. Während eines Segeltörns kommt es zu einem schrecklichen Unfall: Marius fällt über Bord, und schließlich muss davon ausgegangen werden, dass er ertrunken ist. Wochen später erscheint sein Bild in der Zeitung. Im Zusammenhang mit einem furchtbaren Verbrechen in Deutschland wird nach ihm gesucht.

Rezension:

Ich kapier es nicht und werde es in diesem Leben wohl auch nicht mehr. Warum in Gottes Namen schießt jedes neues Buch von Charlotte Link direkt auf den Spitzenplatz der Bestsellerliste und macht es sich dort erstmal über Wochen bequem? „Der fremde Gast“ ist vieles. Unter anderem ist dieses Buch haarsträubend, total überzogen und überschreitet gegen Ende die Grenzen des guten Geschmacks und es ist mit Sicherheit kein Buch, das auf den vordersten Rang einer Bestsellerliste gehört. Nun, daran merkt man mal wieder was von Bestsellerlisten zu halten ist.

Die Zusammenhänge in diesem Roman sind allesamt total erzwungen, teilweise zufällig. Alle Figuren in diesem Roman, haben wie inzwischen üblich bei Charlotte Link einen an der Waffel. Nicht einer ist normal oder in einer glücklichen Beziehung. Alle sind unglücklich verheiratet und psychisch angeknackst. Man möchte sie alle zwischenzeitlich in eine große Klappsmühle stecken und drauf hauen.

Und warum bauscht Charlotte Link vermeindliche Nebenfiguren so dermaßen auf? Als Beispiel wird das Leben einer Hausfrau geschildert, die unglücklich ist in ihrer Ehe und in ihrer Mutterrolle und die sich überflüssig vorkommt. Sie ist total überfordert, psychotisch und könnte bei jedem Geräusch in Tränen ausbrechen. Das ganze wird detailliert und ausführlich beschrieben. Auch wie das Ehepaar sich immer mehr voneinander entfernt und am Ende des Romans? Tja, Pech gehabt. Da die Geschichte dieses Ehepaars eigentlich nicht wirklich etwas mit dem Roman zu tun hat, wird dieser Erzählstrang einfach irgendwann fallen gelassen und man kan sich selbst überlegen, was aus den beiden geworden ist.

Was die Autorin dann auf den letzten 60 Seiten fabriziert hat, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Dabei überschreitet sie meiner Meinung nach völlig unnötig die Grenzen des guten Geschmacks. Billige Effekthascherei – mehr nicht!

Ich sehe es bei uns in der Buchhandlung. Es sind wirklich ausschließlich Frauen, die Charlotte Link lesen und wenn sie nach etwas ähnlichem fragen und man ihnen einen guten Krimi empfehlen will, dann verziehen sie das Gesicht, weil sie nämlich normalerweise keine Krimis lesen. Und ohne jetzt jemandem auf die Füße treten zu wollen, genau da liegt der Knackpunkt. Charlotte Link lesen alle. Auch die, die wirklich so gut wie gar nicht lesen und die sich anscheinend schon mit sehr wenig begeistern lassen. Vielleicht würde ich Charlotte Link auch besser finden, wenn ich nicht Krimis von Patricia Cornwell, James Patterson, Karin Slaughter, etc. lesen würde. Alle diese Autoren sind ebenfalls Unterhaltungsschriftsteller, aber sie unterhalten mich eben auch wirklich und zwar ohne bemühte Konstruktionen, die so offensichtlich sind das man sich an ihnen entlang hangeln kann wie an einem Klettergerüst!

Ich kann nur immer wieder sagen, ich trauere ihren historischen Romanen hinterher und hoffe immer wieder, das sie dahin zurückfindet. Vielleicht versuche ich es deswegen auch immer wieder mit ihren neuen Büchern, auch wenn ich es mittlerweile besser wissen müsste.

Note: 5

Erskine, Barbara: Der Fluch von Belheddon Hall

Originaltitel: House of Echoes
Verlag:
Heyne
erschienen:
1997
Seiten:
494
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3453136535
Übersetzung:
Ursula Wulfekamp

Klappentext:

Was bringt eine junge Mutter dazu, ihr eigenes Kind wegzugeben? Diese Frage stellt sich Joss, die als Baby zur Adoption freigegeben worden war, nach der Geburt ihres ersten Kindes. Die Suche nach ihren wahren Eltern führt sie zum Testament ihrer leiblichen Mutter und nach Belheddon Hall, einem imposanten, verwunschenen Herrensitz in Essex, in dessen Gemäuer der Leibhaftige sein Unwesen treiben soll.  Joss nimmt die Erbschaft trotzdem an und zieht mit ihrem Mann Luke und ihrem Sohn Tom ins Haus ihrer Ahnen. Doch kaum hat sich die junge Familie in Belheddon Hall eingerichtet, ereignen sich gespenstische Dinge…

Joss beginnt die Geschichte ihrer Familie zu erforschen, und Stück für Stück wird die schreckliche Wahrheit über Belheddon Hall klar: Weder Väter noch Söhne haben offensichtlich eine Chance, hier zu überleben. Luke und Tom befinden sich in größter Gefahr.

Wird es gelingen, die unerlösten Seelen – denn nicht anderes sind ja die Geister – zu bezwingen, um sowohl ihnen als auch der jungen Familie und dem alten Landsitz endlich die wohlverdiente Ruhe zu geben?

Rezension:

Die Story ist recht abwechslungsreich und realistisch gestaltet. Eine junge Frau die bei Adoptiveltern groß geworden ist. Diese junge Frau ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn. In dieser Situation  fragt sie sich warum ihre Mutter sie zur Adoption gegeben hat. Gerade als die junge Familie in große Schwierigkeiten gerät findet die junge Frau heraus wer ihre Eltern waren. Sie sucht nun ihre Wurzeln und findet viele geheimnisvolle Informationen über ihre Eltern und Großeltern. Mit Hilfe eines befreundeten Historikers schafft sie es sogar ihren Stammbaum bis in die Zeit der Rosenkriege zurück zu verfolgen. Und genau das hat mir wirklich gut gefallen, denn viele Begebenheiten die zu diesem Geheimnis von Belheddon Hall geführt haben, hatten zu der Zeit der Rosenkriege ihren Ursprung.

Zugegeben, so richtig warm werden konnte ich nicht mit der Hauptdarstellerin Joss, denn so manches mal konnte ich ihre Handlungsweise nicht nachvollziehen. Auch erschien sie mir etwas naiv in ihrem Verhalten, obwohl doch immer wieder von der Autorin erwähnt wurde wie intelligent und klug Joss ist. Auch habe ich stellenweise die Story als sehr seicht und flach empfunden. Erst im letzten Drittel des Buches stieg die Spannung dann endlich, vorher waren viele Passagen einfach nur langatmig und zäh. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig, daher kann man locker über die zähen Passagen hinwegsehen und sich an diesem unterhaltsamen Gruselmärchen für Erwachsene erfreuen. Auch die Ideen die Barbara Erskine in diese Story einbringt um ihren Lesern das Gruseln zu lehren,sind wirklich klasse. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen der gerne mal eine nette schaurige Geschichte über Geister lesen möchte.

Note: 2