Andrews, V.C.: Stimmen aus dem Dunkel

Band 4 Cutler Saga

Originaltitel: Midnight Whispers
Verlag:
Goldmann
erschienen:
1993
Seiten:
502
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442413052
Übersetzung:
Uschi Gnade

Klappentext:

Auch wenn Dawns Tochter Christie in Cutler’s Cove glücklich ist, kann sie sich nicht des Gefühls erwehren, dass Schreckliches geschehen wird. Noch kennt sie nicht die Wahrheit über ihren Vater, und die Neugier ihrer Jugend bringt sie schier um den Verstand. Und dann nimmt die wunderbare, unbeschwerte Zeit tatsächlich ein jähes, grausames Ende, in einer Nacht, die Christie nie vergessen wird. Sie muß erkennen, dass sie der düsteren Familiengeschichte der Cutlers nicht entfliehen kann – einer Geschichte von Haß und Wahn, Obsession und Schuld, Geheimnis und Leidenschaft.

Rezension:

Im Gegensatz zum 4. Band der  Casteel Saga ist dieser  nicht so langweilig und überflüssig. Während sich in der Casteel Saga in Band 4 alles noch einmal wiederholte, geht die Geschichte hier mit Dawns Tochter Christie wirklich weiter. Auch wenn sie natürlich auch wieder einiges zu erleiden hat. Trotzdem hat man jedoch das Gefühl, dass sich durch dieses Buch der Kreis schließt und das er nicht einfach nur veröffentlicht wurde, um die Saga zu strecken und noch mehr Geld zu machen. Jetzt bin ich gespannt auf den 5. und letzten Teil der Saga, der wie üblich die Vorgeschichte erzählen wird. Hierbei wird es um Dawns Großmutter Lilian Cutler gehen.

Note: 2

Andrews, V.C.: Dunkle Umarmung

Band 5 Casteel Saga

Originaltitel: Web of Dreams
Verlag:
Goldmann
erschienen:
1990
Seiten:
414
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442357969
Übersetzung:
Ursula Gnade

Klappentext:

Die zwölfjährige Leigh van Voreen, Tochter eines vermögenden Schiffseigners und seiner erheblich jüngeren, kapriziösen Frau Jillian, versteht die Welt nicht mehr, weil ihre Eltern sich scheiden lassen. Als ihre Mutter bald darauf den attraktiven und erfolgreichen Fabrikanten Tony Tatterton heiratet. gerät Leigh endgültig in einen Zwiespalt der Gefühle. So gern möchte sie endlich erwachsen werden, und doch spürt sie instinktiv, wie gefährlich ihr dies werden kann; das von ihrer Mutter um sie gesponnene Netz wird Leigh zum Verhängnis. Tony Tatterton hegt verhängnisvolle Phantasien, in deren Mittelpunkt seine Stieftochter steht. Als Leigh dies entdeckt, ist es zu spät. der dunklen Umarmung zu entgehen…

Erst als sie den Lebenskünstler Luke Casteel trifft, lernt Leigh einen Menschen kennen, dem sie wieder vertrauen kann. Der ihr geben kann, was sie lange vermissen mußte: Liebe und Geborgenheit.

Rezension:

Das Problem mit diesem Buch ist, das es die Vorgeschichte von Band 1 erzählt. Es wäre unsinnig ihn als ersten Band dieser Saga zu lesen, denn dann wüsste man bereits alles über die familiären Intrigen und Verstrickungen der Familie Casteel und könnte sich Band 1-4 sparen. Liest man es aber (wie man es auf jeden Fall tun sollte) als Band 5, dann regt einen das Buch an einigen Stellen unwiederbringlich auf, weil man mehr weiß als de Hauptfiguren. Wer sich damit abgefunden hat, darf sich auf den trotzdem recht unterhaltsamen Abschluss der Casteel-Saga freuen.

Ich möchte jedoch kurz noch etwas allgemeines zu V.C. Andrews sagen. Ich habe jetzt die Casteel-Saga, die Cutler-Saga und die Orphan-Saga der Autorin gelesen und die Parallelen sind so offensichtlich, dass man das Marketing der Bücher mit dem Holzhammer zu spüren kriegt. Die jeweilige Saga läuft immer so ab: Band 1-3 wird das leidgeprüfte Leben einer bestimmten weiblichen Person geschildert. Am Ende von Band 3 findet sie endlich ihr Glück. In Band 4 geht es grundsätzlich um deren Tochter, die natürlich behütet aufgewachsen ist, aber immer am Anfang von Band 4 mit dem Tod (wie auch immer) ihrer Eltern fertig werden muss und den ganzen Schmus ihrer Mutter selber noch einmal durchleiden muss. Band 5 ist dann grundsätzlich eine Vorgeschichte zu Band 1-4.

Besonders innovativ ist das natürlich nicht und gerade deswegen frage ich mich, warum vor allen Dingen Band 1-3 immer so unheimlich spannend sind. Im Prinzip geht es immer um Intrigen, Inzest und Verstrickungen (Mrs. Andrews muss eine sehr absonderliche Phantasie gehabt haben), aber trotzdem ist dies immer so eindringlich geschrieben, dass man die schlechteren Bände 4 und 5 lautlos hinnimmt. Dabei ist natürlich vieles sehr klischeehaft, denn es gibt in V.C. Andrews Romanen selten Figuren, die nicht nur gut oder böse sind. Zweifellos macht sie dies durch einen wirklich sehr guten Schreibstil und einer spannenden Geschichte wieder wett. Allerdings sollte man sich fragen, was man davon zu halten hat, das nur die Foxworth-Hall-Saga und ein Teil der Casteel-Saga von V.C. Andrews selber stammt. Der Rest wurde von einem ausgesuchten Autor nach ihrem Tod weiter geschrieben.

Note: 3

Andrews, V.C.: Schwarzer Engel

Band 2 Casteel Saga

Originaltitel: Dark Angel
Verlag:
Goldmann
erschienen:
1986
Seiten:
414
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442089646
Übersetzung:
Eva L. Wahlser

Klappentext:

Luke Casteel hat seine Kinder – jedes für 500 Dollar – an verschiedene Adoptiveltern verkauft. Seither verfolgt ihn Heaven Leigh, seine älteste Tochter, mit unversöhnlichem Hass und sinnt auf Rache. Denn allzu grausam sind die zahllosen Demütigungen und Schikanen, denen sie im Haus ihrer Pflegemutter ausgeliefert ist.

Nach dem Tod dieser herzlosen Frau scheint Luke Casteel zu bereuen, was er Heaven Leigh angetan hat. Er schickt sie kurzerhand nach Boston, in das Haus ihrer reichen Großeltern – und ist durch diesen cleveren Schachzug die Sorge um seine widerspenstige Tochter los. Auf Farthinggale Manor, dem vornehmen Besitz ihrer exzentrischen Großmutter, beginnt für Heaven Leigh ein völlig neues Leben. Hier findet sie Geborgenheit und Liebe, hier kann sie Reichtum und Luxus in vollen Zügen genießen. Und davon träumen, eines Tages gemeinsam mit ihren Geschwistern , die sie immer noch schmerzlich vermisst, unter einem Dach zu wohnen. Ihr sehnlichster Wunsch ist es aber auch, Logan Stonewall, den treuen Freund ihrer Kindheit, endlich wiederzufinden.

Doch dann kommt Heaven Leigh einem Geheimnis auf die Spur und blickt nach und nach hinter die brüchige Fassade ihrer neuen Bostoner Familie. Sie gerät in ein Netz von versteckten Leidenschaften und grausamen Täuschungsmanövern, von Lüge und Heuchelei. Selbst ihre große Liebe, die sie inzwischen gefunden hat, ist plötzlich in Gefahr, zerstört zu werden…

Rezension:

Schon wie „Dunkle Wasser“ konnte mich dieses Buch begeistern. Ich war ein wenig skeptisch, da man mit Fortsetzungen oft kein Glück hat, weil der Autor das Niveau nicht halten kann. Nachdem ich im 1. Teil wirklich den Atem anhalten musste, als Luke Casteel seine Kinder verkaufte, wurde für Heaven Leigh nur noch alles schlimmer, als sich ihre Pflegemutter Kitty als Sklaventreiberin entpuppt und sie sich von ihrem jungen Mann Cal ausnutzen lässt.

Jetzt scheint es, als ob Heaven Leigh endlich bei ihren reichen Großeltern Frieden finden könnte. Doch auch hier bleibt Heaven eine Außenseiterin. Ihre Großmutter Jillian ist unnahbar und Tony benimmt sich ebenso seltsam. Auf dem elitären Mädcheninternat findet Heaven keine Freunde und auch mit ihrer Familie hat sie keinen Kontakt. Als sich schließlich auch noch Logan von ihr abwendet, ist Heaven völlig allein. Obwohl Heaven nun von Luxus umgeben ist, hat man doch das Gefühl, dass sie trotz der Not, in der kleinen Hütte in den Bergen glücklicher war und vor allen Dingen ahnt man, dass da noch irgendwas schreckliches auf Heaven zu kommt.

Note: 2

Phillips, Susan Elizabeth: Kein Mann für eine Nacht

auch erschienen unter dem Titel „Glitterbaby“ und unter dem Titel „Die Traumwelt“
Originaltitel: Glitterbaby
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2009
Seiten:
512
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442369819
Übersetzung:
Beate Darius

Klappentext:

Fleur Savagar – in der Modewelt voll Bewunderung „Glitterbaby“ genannt – ist mit 22 Jahren das berühmteste Model der Welt und ziert mit ihrer Erscheinung die Titelseiten der internationalen Magazine. Als Fleur ihre erste Filmrolle in Hollywood bekommt, wird ihr der Drehbuchautor und Hauptdarsteller Jake Koranda zum Schicksal – bis sie erfährt, da0 er einer der zahlreichen Liebhaber ihrer Mutter ist. In diesem Moment bricht ihre Traumwelt zusammen.

Rezension:

Erst mal möchte ich betonen, das dieser ältere Roman von Susan Elizabeth Phillips vom Stil her völlig anders ist, als ihre neuen Romane. Schreibt sie heute eher etwas humoristische Liebesromane, war es damals doch eher Mainstream (Unterhaltung). Trotzdem ist dieses Buch zu empfehlen. Fleur ist eine sehr sympathische Hauptfigur, mit der man sich schnell identifiziert. Besonders die letzten 70 Seiten haben mich teilweise sehr berührt. Jedenfalls hat die Autorin einen für damalige Zeiten glaube ich sehr unkonventionellen Helden erschaffen, der im Roman öfters überrascht. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Darstellung von Fleurs Mutter Belinda. Zum Ende hin nahm sie immer mehr die Züge einer etwas gestörten Frau an. Das erinnert ein wenig an V.C. Andrews, in deren Romane es auch immer irgendwelche paralysierten Frauen gibt.

Ich habe übrigens die alte Version dieses Romans gelesen, die 1993 bei Bastei Luebbe unter dem Titel „Glitterbaby“ erschien. Die Version von Blanvalet wurde neu übersetzt und im Original wohl auch etwas überarbeitet.

Note: 2

Marillier, Juliet: Die Tochter der Wälder

Band 1 Sevenwater Serie

Originaltitel: Daughter of the Forrest
Verlag:
Knaur
erschienen:
2001
Seiten:
646
Ausgabe:
TB
ISBN:
3426702266
Übersetzung:
Regina Winter

Klappentext:

Irland im 9. Jahrhundert: Die keltischen Fürsten verteidigen die Küste gegen die verheerenden Übergriffe der Briten und der Wikinger. In der Siedlng Sevenwater wächst die junge Sorcha zusammen mit ihren sechs Brüdern auf, solange, bis der Vater von einem Kriegszug eine neue Frau mitbringt. Bei dem Versuch, den unguten Einfluß der Hexe Oonagh einzudämmen, trifft die sieben Kinder ein Fluch – die Bücher verwandeln sich in Schwäne, und nur Sorcah kann sie durch einen Gegenzauber erlösen. Noch aber ahnt die junge Frau nicht, daß diese Aufgabe sie Jahre um Jahre kosten und daß sie gezwungen sein wird, mitten ins Feindesland zu reisen, nach Britannien, wo man nichts so sehr haßt wie die heidnischen Iren..

Rezension:

„Die Tochter der Wälder“ war mein erster Fantasyroman seit langer Zeit. Er hat mich jedoch dazu gebracht wieder Fantasy zu lesen und das mit Begeisterung.

Es erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens, welches in einem Paradies in Irland lebt. Dieses Paradies wird dann leider durch eine böse Hexe zerstört und sie und ihre Brüder werden verhext. Sie ist die Einzigste, welche ihren Brüdern die Gestalt von Menschen zurückgeben kann, dafür muss sie aber sehr viel Leid und Kummer hinnehmen. Der Weg den sie beschreitet ist gefährlich, doch findet sie immer wieder Freunde, die ihr helfen. Ihre innere Kraft und ihr Wille ist unbezwingbar. Man leidet und hofft mit ihr und ich kann ehrlich sagen, dieses Buch und das Nachfolgebuch, waren meine Lieblingsbücher im letzten Jahr. Der Schreibstil ist fesselnd und mitreißend. Er entführt den Leser direkt in eine andere märchenhafte Welt. Und das liegt nicht nur daran, dass die Geschichte an ein Märchen von Hans Christian Andersen angelehnt ist, nein es liegt auch an der Faszination, die vom Buch selber ausgeht. Wenn die letzte Seite gelesen ist, kommt die Trauer, dass es nun zu Ende ist.

Wer eine Mischung aus Fantasy, Märchen und historischem Roman gepaart mit einer tollen Liebesgeschichte lesen möchte, sollte „Die Tochter der Wälder“ unbedingt lesen!

Note: 1