Berlinger, Katryn: Villa Bernstein

Verlag: Knaur
erschienen:
2002
Seiten:
301 Seiten
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3426621460

Klappentext:

Als Alisa durch einen Unfall ihren geliebten Mann Henrik verliert, ist sie am Boden zerstört. Wie soll sie, die ein Kind von ihm erwartet, ohn ihn weiterleben können? Doch da vermacht ihre Großtante Wanda ihr noch zu Lebzeiten ein Hotel auf Usedom. Alisa ist zunächst gar nicht begeistert von dem unerwarteten Erbe, zumal mit diesem ein griesgrämiger Hausmeister, ein heruntergekommenes Gebäude und viele andere Sorgen verbunden sind. Doch Alisa beißt sich durch, denn sie hat nur einen Wunsch: Die „Villa Bernstein“ soll in altem Glanz wieder auferstehen!

Rezension:

Herje! Dieser Roman ist eine Strafe für jede gute deutsche Autorin, deren Manuskript irgendwo in der Versenkung verschwindet und niemals gelesen wird. Ich frage mich ehrlich, wie Frau Berlinger es geschafft hat, das jemand dieses Buch liest und es sogar veröffentlicht.

Der Sprachstil ist teilweise wirklich unterstes Niveau. Umgangssprachliche Phrasen wirklich völlig deplaziert und lächerlich. Gewisse Personen, vor allen Dingen nachher in der Villa sind voll von Klischees und absolut stereotypisch. Die Geschichte an sich teilweise langweilig, teilweise grauenhaft oberflächlich, unrealistisch und überflüssig. Wenn das Buch nicht so dünn gewesen wäre (300 Seiten) hätte ich es niemals zu Ende gelesen. Also lieber das Geld und vor allen Dingen die kostbare Zeit sparen!

Note: 5

Blake, Jennifer: Wie eine wilde Rose

auch unter dem Titel „Die Zisterne“ bei Mira erschienen
Originaltitel: Garden of Scandal
Verlag:
Bertelsmann Club
erschienen:
2000
Seiten:
348
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3899411706
Übersetzung:
Andrea Schwinn

Klappentext:

Die 41jährige Laurel Bancroft führt seit dem Tod ihres Mannes das Leben einer Einsiedlerin – bis zu dem Tag, an dem der attraktive Alec Stanton vor ihrer Tür steht und ihr seine Dienste als Gärtner anbietet. Laurel ist zunächst unsicher, was sie davon halten soll, aber ein unbestimmtes Gefühl läßt sie auf seinen Vorschlag eingehen Während Alec Laurel schon bald mit Haut und Haaren verfallen ist, kämpft diese noch verzweifelt gegen ihre Gefühle für 10 Jahre jüngeren Mann an. Die Bewohner der hinterwäldlerischen Kleinstadt geben den beiden jedoch nicht viel Zeit, sich besser kennenzulernen: die Affäre ist schon beschlossen, bevor sie sich wirklich näher kommen. Zudem hält sich seit Jahren das Gerücht, daß Laurel ihren Mann auf dem Gewissen hat…<br><br>Alec verwandelt den verwilderten Garten der Villa „Ivywild“ unterdessen in ein wahres Kunstwerk – und es gelingt ihm auch, Laurel nach und nach aus ihrem Schneckenhaus hervorzulocken. Da droht ein Unbekannter das zarte Band, das sich zwischen den beiden entspinnt, zu zerreißen…

Rezension:

Die ersten 330 Seiten fand ich sehr gut. Die Hauptfiguren Laurel und Alec waren realistisch, warmherzig und gut beschrieben. Auch die Geschichte fand ich einfallsreich, da es noch relativ wenig Romane gibt, die sich mit dem Problem „ältere Frau und jüngerer Mann“ beschäftigen (auch wenn mir Laurel nicht wirklich wie 40 erschien). Doch dann kamen leider die letzten 30 Seiten. Die Aufklärung der Geschichte war zwar nicht völlig unrealistisch, aber zu abrupt und irgendwie passte es nicht zum Buch. Schade, denn sonst wäre die Note noch besser ausgefallen.

Das Cover der gebundenen Ausgabe des Bertelsmann Club lässt zudem einen historischen Liebesroman erwarten. Da hat die Programmplanung leider absolut geschlafen.

Note: 2-

Andrews, V.C.: Nacht über Eden

Band 4 Casteel Saga

Originaltitel: Gates of Paradise
Verlag:
Goldmann
erschienen:
1990
Seiten:
415
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442098335

Klappentext:

Das Leben der jungen Leigh VanVooren wird von einem schrecklichen Geheimnis überschattet. Nach der Scheidung von Leighs Vater heiratet ihre Mutter den viel jüngeren, maßlos reichen Tony Tatterton. Zu ihm entwickelt Leigh anfangs Vertrauen, doch wenig später muss sie erfahren, dass er sie schändlich verraten hat. Verzweifelt flüchtet Leigh aus ihrem Elternhaus, ohne zu wissen, wohin sie sich wenden könnte. Durch Zufall begegnet sie Luke Casteel und schöpft bald neue Hoffnung. Denn Luke kennt ihr Geheimnis, er wird ihr Liebe und Geborgenheit geben. Doch dann bricht ein Alptraum über sie herein…

Rezension:

Ab Band 4 lässt die Casteel-Saga leider nach. Die Geschichte um Heaven Leighs Tochter Annie ist zu vorhersehbar, da ihr wirklich 1a genau das passiert, was ihrer Mutter passiert ist. Und von irgendwelchen aufgedeckten Verwandtschafts- verhältnissen hat man irgendwann auch einfach genug. Ganz davon zu schweigen, das einiges einfach unglaubwürdig ist. Ich konnte mich zum Beispiel überhaupt nicht mit Fannys Wandlung zu einer halbwegs netten Frau anfreunden. Es passte überhaupt nicht zu der Geschichte. Schade, vielleicht hätte man die Saga einfach nach Band 3 beenden sollen.

Note: 3

Andrews, V.C.: Die Flucht der Waisen

Band 5 Orphan Saga

Originaltitel: Runaways
Verlag:
Goldmann
erschienen:
2000
Seiten:
352
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442354560
Übersetzung:
Susanne Althoetmar-Smarczyk

Klappentext:

Schon lange fühlen sich die Waisenmädchen Brooke, Crystal, Raven und Janet, die bei allen nur Butterfly heißt, nicht mehr wohl im unheimlichen Lakewood Haus, das ihnen nach unzähligen Schicksalsschlägen zur ungeliebten Heimat geworden ist. Vor allem die Nachstellungen ihres brutalen Pflegevaters Gordon Tooey können die vier „Schwestern“, wie sie sich selbst nennen nicht länger ertragen. Eines Nacht ist es dann soweit: Die Mädchen „borgen“ sich Gordons Auto und seine Kreditkarte und machen sich auf den Weg Richtung Westen – jede einzelne in der Hoffnung auf ein besseres Leben: Brooke wünscht sich nichts sehnlicher, als in Kalifornien ihre richtige Mutter zu finden, Raven träumt davon, eine berühmte Sängerin zu werden, Butterfly möchte ihre Karriere als Tänzerin fortsetzen, und Crystal hofft auf ein Stipendium  für ein Medizinstudium.

Freiheit und Abenteuer erwarten sie auf dem scheinbar endlosen Highway, aber es lauern auch viele Gefahren: Als eine Anhalterin sie um ihr gesamtes Geld erleichtert und Gordon ihnen auf den Fersen ist, müssen sie erneut um ihren Traum von Liebe und Glück bangen…

Rezension:

Der fünfte Band der Orphan-Saga hat mir etwas besser gefallen als die ersten vier Bände, die in einem Sammelband enthalten waren. Jedenfalls wird man weitesgehend von verrückten Adoptiveltern verschont und erlebt nun mit, wie sich die Einzelschicksale der vier Mädchen zusammenfügen. Sie sind nun zusammen in einem Pflegeheim, in dem sie sich offensichtlich nicht wohl fühlen (hier darf dann doch der obligatorische grausame Pflegevater nicht fehlen). Die vier reißen aus und haben fortan mit heftigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das ist zwar nicht mehr ganz so abgedroschen, wie in Teil 1-4,  aber leider sehr vorhersehbar und daher nicht besonders spannend. Wer allerdings die Orphan-Saga gelesen hat, wird diesen Teil sicherlich sowieso lesen, um zu wissen, wie die Geschichte um Brooke, Crystal, Raven und Janet ausgeht. Für einen netten Nachmittag ist das 400 Seiten Buch an sich auch geeignet. Für mehr allerdings auch nicht.

Note: 3

Andrews, V.C.: Stunden der Nacht

Band 5 Cutler Saga

Originaltitel: The Hunger Games
Verlag:
Goldmann
erschienen:
1983
Seiten:
480
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442436915
Übersetzung:
Uschi Gnade

Klappentext:

Lillian wächst auf einer riesigen Plantage im ländlichen Virginia auf. Sie führt das Leben einer Prinzessin, und ihre Jugend ist voller Verheißung. Doch als ihre wahre Herkunft ans Licht kommt, ist nichts mehr, wie es vorher war. Gedemütigt von ihrer herrischen Halbschwester und verachtet von ihrem gefühlskalten Stiefvater, sieht Lillian einer unbarmherzigen Zukunft entgegen. Und als der haltlose Playboy Bill Cutler, der den Besitz ihres Vaters beim Kartenspiel gewonnen hat, in ihr Leben tritt, weiß sie, daß die Tage der Unschuld für immer gezählt sind…

Rezension:

Besonders begeistern konnte mich der letzte Band der Cutler Saga leider nicht mehr. Erzählt wird die Vorgeschichte von Band 1-4, nämlich das Leben der jugendlichen Lillian, der Großmutter von Dawn. Die lebt mit ihren Eltern auf einer herrschaftlichen Plantage und muss sich anfangs eigentlich nur mit einem ziemlich herrischen Vater und ihrer religiösen gehässigen Schwester Emiily rumschlagen. Ansonsten führt sie ein schönes Leben und beschäftigt sich vor allen Dingen mit ihrer totkranken Schwester Eugenia und ihrer Mutter Georgia. Als Eugenia jedoch stirbt, beginnt Lillians Leiden. Ihre wahre Identität gerät ans Licht und sie muss sich immer mehr den Grausamkeiten Emilys erwehren. Als jedoch auch noch ihre Mutter Georgia den Sinn für die Wirklichkeit verliert und immer mehr ihrer Melancholie verfällt, hat Lillian niemanden mehr, mit dem sie reden kann.

Immer wiederkehrende Handlungsstränge (Inzest, Vergewaltigung, schwachsinnige Mütter, etc.) beginnen in diesem Band zu langweilen und außerdem war mir am Ende des Buches nicht klar, wieso aus der warmherzigen Lillian, die trotz ihrer diversen Schicksalsschläge nicht verbittert, sich in Teil 1-4 als so herrische und bösartige Großmutter entpuppt. Eigentlich hätte sie Dawn doch am Besten verstehen müssen, denn sie mußte genau das selbe durch machen. Mir ist das ziemlich schleierhaft. Eins hat dieses Buch auf jeden Fall. Die nervigste und bösartigste Nebenfigur, die mir seit langem in einem Roman untergekommen ist: Lillians fanatisch-religöse Schwester Emily.

Note: 3