Fitzgerald, Zelda: Himbeeren mit Sahne im Ritz

Verlag: Manesse
erschienen:
2016
Seiten:
224
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3717524003
Übersetzung:
Eva Bonné

Klappentext:

Im Mittelpunkt stehen bei Zelda Fitzgerald stets Frauen: eigensinnige und eigenständige Heldinnen, sich auf einem Ozeandampfer ebenso zu Hause fühlen wie im Ritz oder auf den Champs-Élysées. Die nach der Theaterprobe lieber noch um die Häuser ziehen, als zu Mann und Kind zu eilen. Die es nach Hollywood schaffen und ihre Filmkarriere für die Liebe ihres Lebens wieder aufgeben. Oder die in einem Provinznest in den Südstaaten von der weiten Welt und ihrem großen Auftritt träumen.

Rezension:

Zelda Fitzgerald ist wohl der Inbegriff der Roaring Twenties. Sie war die berühmte Frau an der Seite des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald, der mit “Der große Gatsby” Weltruhm erlangte. Doch Zelda genoss nicht nur das Partyleben an der Seite ihres Mannes, sondern war selbst eine veritable Autorin. Allerdings erschienen viele ihrer Erzählungen unter dem Namen ihres Mannes. Sein Name zog einfach mehr und es gab natürlich mehr Honorar. Später versuchte sich Zelda von ihrem Mann zu emanzipieren, was ihr leider nicht gelang. Sie starb schließlich bei einem Brand in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Ehe war längst zerrüttet.

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Attenberg, Jami: Die Middlesteins

Originaltitel: The Middlesteins
Verlag:
btb
erschienen:
2016
Seiten:
272
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442713803
Übersetzung:
Barbara Christ

Klappentext:

Über dreißig Jahre lang haben Edie und Richard Middlestein ein ganz normales Familienleben in einem Vorort von Chicago geführt. Auf einmal drohen die Dinge auseinanderzubrechen, nicht ganz unschuldig daran ist Edies enormer Umfang. Essen ist für sie eine Sucht – und wenn sich das nicht ändert, hat sie nicht mehr lange zu leben. Als Richard ihren Eigensinn nicht mehr aushält und Edie verlässt, machen ihre Tochter Robin, ihr Sohn Benny und dessen Frau Rachelle es sich zur Aufgabe, Edie zu retten. Doch statt bei dieser heiklen Aufgabe an einem Strang zu ziehen, stehen sich alle gegenseitig im Weg. Und so steuert diese aberwitzige Familiengeschichte unerbittlich auf die spektakuläre Bar-Mizwa-Party der Zwillingsenkel zu, die ein Fiasko zu werden droht

Rezension:

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich dieses kleine, aber feine Buch genossen habe. Aus mehreren Perspektiven wird das Leben der Familie Middlestein beschrieben. Es gibt Rückblenden, Gespräche und vor allen Dingen eine unglaubliche Bar-Mizwa-Party zu feiern. Dabei dreht sich alles ums Essen und dabei besonders um das Gewicht von Mutter Edie, deren Sucht die ganze Familie bedroht.

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Sheers, Owen: I saw a man

Originaltitel: I saw a man
Verlag:
DVA
erschienen:
2016
Seiten:
304
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3421046697
Übersetzung:
Thomas Mohr

Klappentext:

Nach dem tragischen Tod seiner Frau Caroline, die als Journalistin bei einem Auslandsdreh in Afghanistan ums Leben gekommen ist, erträgt Michael es nicht länger im gemeinsamen Heim in Wales. In dem Versuch, ein neues Leben zu beginnen, zieht er nach London, wo er auf die Nelsons trifft: Josh, Samantha und ihre zwei Töchter wohnen im Haus nebenan, und aus einer Zufallsbekanntschaft wird schnell – allzu schnell? – eine intensive Freundschaft. Michael geht bei den Nelsons wie selbstverständlich ein und aus, bis er eines Samstagnachmittags ihre Hintertür halb offen stehend vorfindet. In dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, betritt er das augenscheinlich leere Haus … und setzt damit eine Folge von Ereignissen in Gang, die ihrer aller Leben schlagartig und auf immer verändern wird.

Rezension:

Ich fühle mich zwar so langsam wie eine Schallplatte mit einem gewaltigen Sprung, aber ich muss es trotzdem noch einmal wiederholen. DVA macht einfach wunderbare Bücher. Nach “Die Geschichte des Regens” von Niall Williams und “Wenn’s brennt” von Stephan Reich ist dies schon mein drittes Highlight dieses Jahr und ich würde mir wirklich wünschen, dass dieser literarische Verlag inmitten der großen Randomhouse Verlagsgruppe mehr Aufmerksamkeit bekommen würde.

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Lindner, Lilly: Die Autobiographie der Zeit

Verlag: Droemer
erschienen:
2016
Seiten:
240
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3426305402

Klappentext:

“Ich malte Dünen in den Sand und Löcher in den Boden. Ich zündete Vulkane an und löschte Seen aus. Ich wurde übermütig, als ich den Mut verlor. Ich warf mit Wasser, es wurde zu Hagel. Ich warf mit Sand, er wurde zu Stein. Ich warf eine Feder, da flog ein Vogel davon, und ich weinte, weil ich wusste, es war nur ein Traum. ”

Lilly Lindners neuer Roman ist eine faszinierende Geschichte über die Zeit – voller Weisheit und Poesie.

Rezension:

Lilly Lindners Roman “Was fehlt, wenn ich verschwunden bin” ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und hat mich nachdrücklich bewegt. Die junge Autorin, die mit “Splitterfasernackt” ihr eigenes Schicksal literarisch auf fulminante Art und Weise verarbeitete, ist ein sprachliches Ausnahmetalent. Sie versteht es wie niemand sonst mit Worten zu spielen und dabei eine so unglaubliche Schönheit zu Papier zu bringen, dass ich mich immer wieder frage, wie sie dies schafft.

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Mytting, Lars: Die Birken wissens’s noch

Originaltitel: Svom med  den som drukner
Verlag:
Insel
erschienen:
2016
Seiten:
516
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
345817673X
Übersetzung:
Hinrich Schmidt-Henkel

Klappentext:

Auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal wächst Edvard mit seinem wortkargen Großvater Sverre auf. An seine Mutter hat er nur eine vage Erinnerung – an einen Duft, ein Gefühl von Wärme, einen blauen Rock. Denn die Eltern sind ums Leben gekommen, als Edvard drei Jahre alt war. Um ihren Tod wird ein Geheimnis gemacht, und auch um den Ort, an dem sie starben.

Zu diesem Geheimnis gehört auch das Schicksal Einars, des Bruders des Großvaters. Edvard weiß nur, dass er ein Meistertischler war und als junger Mann zur Ausbildung nach Paris ging. Dass er seine Werkstatt mitsamt dem Wald von Flammenbirken zurückließ. Dass für den Großvater ein Sarg geliefert wurde, lange vor dessen Tod – ein Stück Kunsttischlerei, wie es noch nie jemand gesehen hat –, und dass Einar womöglich gar nicht tot ist, wie es der Großvater behauptete.
Als dieser gestorben ist, macht Edvard sich auf die Suche nach dem Geheimnis seiner Familie. Es wird eine lange Reise, an deren Ende er mehr als nur ein Geheimnis kennt.

Rezension:

Dieses Buch war eine Leseempfehlung aus der Buchhandlung meines Vertrauens. Ich habe erst vor Kurzem angefangen, vermehrt auch wieder andere Romane als nur historische zu lesen, weil mir das ewige Mittelalter doch langsam auf die Nerven ging. Und da ich ein Norwegen-Fan bin und schier unglaublich viele Tischler in meinem Umfeld habe, reizte mich der Klappentext zum Mitnehmen. 

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