Die Bücherkiste wird 10 Jahre alt

Liebe Freunde, Besucher, Helfer, Autoren, Verlagsmenschen!

Dies ist ein besonderer Moment, denn die Bücherkiste wird 10 Jahre alt.

Angefangen hat alles mit einer rückblickend gesehen sehr einfachen Homepage bei t-online, von der ich leider keinen Screenshot mehr habe. Damals war an rollbare Menüs, Datenbanken und php gar nicht zu denken. Statische Seiten waren das Nonplusultra. Schön war anders, aber das Kind war zumindest geboren.

Ich habe viele Stunden meines Lebens in den letzten Jahren in diese Seite investiert, und besonders meinen Freund Wolfgang damit in den Wahnsinn getrieben. Als wir uns entschieden die Bücherkiste auf eine Datenbank umzustellen, lag es an ihm, eine für mich bedienbare Lösung zu programmieren.  Nach Monaten des Programmierens hatte er ein paar graue Haare mehr und ich eine Sehnenscheidenentzündung, weil sämtliche Rezensionen und andere Texte neu eingegeben werden mussten.

Auch dies ist mittlerweile lange her und die letzten paar Jahre musste das Projekt Bücherkiste aus privaten und beruflichen Gründen so manches Mal zurückstecken. Dies soll im Jubiläumsjahr anders werden.

Die erste große Veränderung könnt Ihr bereits auf dem ersten Blick sehen. Die Bücherkiste bekommt ein neues Outfit, aber auch technisch wird sich einiges ändern. Angesteckt von Mellis Idee, ihre Buchcouch in ein Blog umzuändern, habe ich mich die letzten Wochen eingehender damit beschäftigt und mich entschlossen ihr zu folgen.

Für meine Besucher wird sich nicht so viel ändern. Inhaltlich wird alles nach und nach an das neue Blog angepasst. Das Layout wurde verschlankt und sieht nun eleganter und zeitgemäßer aus. Der entscheidende Vorteil ist, dass ich das Blog von überall auf der Welt bedienen kann. Ich brauche dazu keinen html Editor, keine Datenbank, keine Programme.

Außerdem wird es eine Handvoll Mitarbeiter geben, die eigenständig ihre Rezensionen bloggen können. Das bedeutet für Euch, die Bücherkiste wird attraktiver und aktueller. Außerdem könnt ihr nun sämtliche Artikel auf der Bücherkiste kommentieren. Ein fehlendes Buch in einer Bibliographie gefunden? Einfach kommentieren und dann wird es nachgetragen. Ihr fandet eine Rezension fürchterlich und seid ganz anderer Meinung? Einfach kommentieren und die Seite damit noch interaktiver gestalten.

Ich freue mich auf viele weitere Jahre mit Euch und möchte besonders einmal den vielen lieben Männern und Frauen danken, die mir vor allen Dingen im Fraser‘s Ridge, im Leserundenforum und im Bücherkistenforum die Treue halten, mich bestärken, meine Schwächen akzeptieren und mich trotzdem mögen! DANKE!

Liebe Grüße,
Steffi

Cabot, Meg: Perfekte Männer gibt es nicht

Originaltitel: She went all the way
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2009
Seiten:
416 Seiten
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442372003
Übersetzung:
Eva Malsch

Klappentext:

Ein Tag, an dem sie gemeinsam mit Jack Townsend, dem Star ihrer TV-Serie, in einem Helikopter sitzt, ist für Drehbuchautorin Lou Calabrese definitiv kein guter Tag. Aber als der Hubschrauber auf halbem Weg zum Drehort in der Arktis abstürzt, wird Lou klar, dass der Tag geradezu wunderbar angefangen hatte. Während Familie und Freunde um sie bangen, sucht Lou einen Weg durch die Wildnis, mit nichts als dem Inhalt ihrer Handtasche, dem Wissen aus Survival-Filmen und dem TV-Liebling aller Frauen im Schlepptau …

Rezension:

Meg Cabot wird den meisten immer noch besonders durch ihre „Plötzlich Prinzessin“-Bücher ein Begriff sein, doch auch ihre Bücher für Erwachsene sind ein vollendeter Spaß mit einem Charme, den außer ihr vielleicht noch Sophie Kinsella für sich verbuchen kann. Cabots Heldinnen sind alle samt unglaublich liebenswert, aber eben auch ein bisschen verdreht. In „Perfekte Männer gibt es nicht“ übertrifft sich die Autorin jedoch dabei selbst. Die Geschichte ist dermaßen abstrus und überspitzt, aber dabei so charmant, kratzbürstig und auch spannend, das es eine wahre Freude ist. Ja, die Handlung besteht doch aus einigen sehr übertriebenen Handlungssträngen, aber dies mit voller Absicht und nicht, weil der Autorin nichts Besseres eingefallen ist. Und so bleibt trotz ein paar Liebesroman-Klischees und gehöriger Realitätsfremde einfach ein überbordender Spaß. Jeder der schlechte Laune hat oder einfach mal für ein verregnetes Wochenende mit einem sich ständig streitenden Paar, das an alte Screwball-Komödien erinnert, verbringen möchte, sollte schnell zum nächsten Dealer laufen und sich diesen wunderbaren Roman kaufen.

Note:1

Slaughter, Karin: Zerstört

Band 5 Grand County Serie

Originaltitel: Beyond Reach
Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2009
Seiten:
512 Seiten
Ausgabe:
Hardcover
ISBN:
3442372003
Übersetzung:
Klaus Berr

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Was nur hat Lena Adams veranlasst, nach Reese, in ihre Heimatstadt, zurückzukehren, an der sie beinahe zerbrochen wäre? Sara Linton ist wütend. Ihr Mann, Chief Tolliver, lässt alles stehen und liegen, um Lena, seiner besten, aber gefährlich labilen Mitarbeiterin, die als Hauptverdächtige eines bizarren Mordes in Reese verhört wird, aus der Patsche zu helfen. Wieder einmal. Dabei hätte Sara selbst jede Unterstützung gerade bitter nötig. Doch sie begleitet den Chief in eine Stadt, in der Gewalt, Drogen und Lügen so alltäglich sind, dass es selbst die beiden erfahrenen Ermittler schockiert.Und einer scheint hinter den Kulissen die Fäden zu ziehen: Lenas Ex-Freund Ethan Green. Seine Verbindungen reichen weit aus dem Gefängnis heraus – und weiter in ihr eigenes Leben hinein, als Sara und Jeffrey es sich in ihren schlimmsten Alpträumen hätten vorstellen können …


Rezension:

Mit dem neuen Band um Sara Linton und Jeffrey Tolliver wird zum ersten Mal ein Grand County Roman bei Blanvalet veröffentlicht. Dies erwähne ich deswegen, weil sich mit dem Verlag auch der Übersetzer geändert hat und dies ist mir nach wenigen Seiten bereits aufgefallen. Ich kann es nicht wirklich an einer bestimmten Sache festmachen, aber „Zerstört“ liest sich irgendwie anders, als die früheren Romane. Obwohl auch der sechste Teil spannend ist, fehlte mir manchmal der Zugang zu den Personen. Allerdings liegt die Andersartigkeit sicherlich nicht nur an dem Übersetzer. Karin Slaughter ist definitiv ausschweifender geworden, was gerade im ersten Drittel des Romans zu Lasten der Spannung geht. Zwar ist es löblich wie die Autorin sich Zeit für ihre Charaktere nimmt und z.B. auch erklärt, was die Droge Meth mit einem Menschen machen kann, doch irgendwann wirkt dies langatmig und man wünscht sich ein Fortschreiten der Handlung. Überraschend wird gerade Sara in diesem Band eher schwächer dargestellt als sonst. Der Kunstfehlerprozess nagt überdeutlich an ihr und sie klammert sich förmlich an Jeffrey. Zwar kann Slaughter dies glaubwürdig darlegen, aber im Vergleich zu den anderen Bänden, ist die unsichere Sara schon eine krasse Veränderung. Lenas Geschichte bleibt verzwickt, bringt aber auch die nötige Spannung in den Roman. Im letzten Drittel zieht Slaughter dermaßen das Tempo an, dass es unmöglich ist das Buch wegzulegen. Gerade hier macht sie doch einiges an Schwermut und Langatmigkeit wett. Über das Ende möchte ich hier absolut gar nicht eingehen, denn jeder Leser selbst muss für sich entscheiden, was er davon zu halten hat.

Note: 2-

Fink, Torsten: Die Diebin

Band 1 „Die Tochter des Magiers

Verlag:
Blanvalet
erschienen:
2009
Seiten:
414 Seiten
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442266319

Klappentext:

Maru ist eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in der Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie vom skrupellosen Grabräuber Tasil gekauft wird – der Maru als Figur in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch ein uralter Daimon namens Utukku entwickelt Interesse an der jungen Frau. Denn er hat erkannt, dass in den Adern der Sklavin das Blut der mächtigen Magier der Sümpfe fließt ..

Rezension:
folgt

Davidson, Mary Janice: Die mit dem Werwolf tanzt

Band 3 Wyndham Werwolf Serie

Originaltitel: Derik’s Bane
Verlag:
Lyx
erschienen:
2009
Seiten:
288 Seiten
Ausgabe:
Taschenbuch
ISBN:
3442372003
Übersetzung:
Stefanie Zeller

Klappentext:

Als eine Wahrsagerin dem Rudel der Wyndhamer Werwölfe prophezeit, dass die mächtige Magierin Morgan Le Fay auferstanden ist, um die Welt zu zerstören, macht sich Derik auf den Weg nach Kalifornien, um sie zu töten. Aber die hübsche, wenn auch etwas zerstreute Dr. Sara Gunn hat keinen blassen Schimmer davon, dass sie die Reinkarnation des Bösen ist. Ihre wilden roten Locken und tiefblauen Augen machen es Derik verdammt schwer, sie umzubringen und seine halbherzigen Versuche scheitern ein ums andere mal kläglich. Wenn er Sara also nicht töten kann, muss er sie retten, und so machen sich beide auf, um dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen und ihre Liebe zu leben …

Rezension:

Mit dem dritten Band der Wyndham Werwolf Serie startet Lyx die neue Serie von Mary Janice Davidson. Band 1 und 2 sind übrigens nur Erzählungen, die sicherlich später noch als Gimmicks in weiteren Bänden übersetzt werden. Ohnehin hat man aber nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wenn man mit „Die mit dem Werwolf tanzt“ beginnt. Das die Autorin für eher seichte, aber dennoch sehr lustige und spritzige paranormale Romane steht, war mir bekannt, dennoch war ich nicht auf diesen Humbug vorbereitet, dem ich dann auf knapp 240 Seiten ausgesetzt war. Um es kurz zu machen, dieser Roman hat fast keine Handlung, ist vollkommen unlogisch und überzogen und leider überhaupt nicht witzig. Die Dialoge sind allesamt bemüht komisch. Fast hat es den Anschein als könnten Derik und Sara kein einziges vernünftiges Wort wechseln. Nein, immer muss sich geneckt und ironisch gestreitet werden.

Hintergründe gibt es auch keine. Die Wyndhams sind ein Haufen freakiger Werwölfe, die allesamt nach wenigen Seiten einfach nur noch nerven mit ihrem Gehabe. Mit einem Slapstick Roman könnte ich ja sogar noch leben, wenn denn wenigstens die Gags charmant wären und zünden würden. Stattdessen gibt es nur eimerweise flotte Sprüche, die bar jeglichen Niveaus sind. Auch die sexuelle Anziehungskraft zwischen Derik und Sara ist einfach unrealistisch. Die beiden springen einfach mal so in die Kiste, obwohl sie sich permanent streiten. Die Krönung ist jedoch dann der Schluss. Da wird der Leser auf ein spannendes Finale vorbereitet und dann passiert eigentlich…tja….nichts. Dabei ist die Idee der Geschichte, das die böse Morgan le Fay wieder aufersteht und die Welt vernichten will, gar nicht so übel. Was man daraus hätte machen können. Aber was will man machen, wenn der Endgegner ein Baum ist, wie in einem schlechten Videospiel.

Note: 5