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Hille, Franziska: Die englische Hochzeit

Der Erzählstil von Frau Hille ist leicht und flüssig zu lesen und so fliegen die Seiten nur so dahin. Zunächst entsteht der Eindruck, dass man eigentlich eine Geschichte aus dem 19.Jahrhundert liest. Eben sowie es im Adel Englands so zuging, dieses Gefühl begleitet den Leser durch die gesamte Geschichte, ja wenn da nicht hin und wieder die Erwähnung von Telefon und Laptop wäre, die dann eben richtig stellen in welcher Zeit sich der Leser befindet. Das Aufeinandertreffen der Protagonisten gestaltet sich zunächst schwierig. Der Lord, der eben nicht begeistert davon ist, eine Amerikanerin und ihre Tochter zu beherbergen und auch noch mit ihnen auf Brautschau zu gehen. Aber auch Sam ist wenig angetan von dieser Idee und so kommt es wie es kommen muss, immer wieder kehrende Streitgespräche sorgen für Unterhaltung beim Leser und Verwirrung bei den Charakteren.

Die einzelnen Charaktere wiederrum sind gut ausgearbeitet worden und haben Potenzial sich auch noch weiterzuentwickeln. „Die englische Hochzeit“ ist ja nur der erste Band einer Reihe um das Haus in England. Hier werden sozusagen die Protagonisten vorgestellt und erste Bande geknüpft. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Genug Spannung ist am Ende dieses ersten Teils jedenfalls geblieben. Es gibt einige Fragen die noch nicht beantwortet sind und auf deren Auflösung der Leser gespannt sein darf.

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Moyes, Jojo: Eine Handvoll Worte

Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Zum einen hat mir die Idee mit dem Gedächtnisverlust von Jennifer gefallen. Sie wacht im Krankenhaus auf und kann sich an nichts mehr erinnern, auch nicht an ihren Ehemann. Da ich den Klappentext des Buches nicht gelesen habe, hatte ich keine Ahnung was für eine dramatische und traurige Geschichte da auf mich zukommt.

Genauso interessant fand ich das Sittengemälde der Zeit um 1960, das die Autorin hier zeichnet. Dieses Zeitporträt hat Jojo Moyes geschickt mit dem Schicksal ihrer Protagonistin verknüpft, wodurch die Reaktionen und das Verhalten von Jennifer für mich viel nachvollziehbarer wurden. Damals war eine Frau einfach nicht so frei in ihren Entscheidungen, wie heute.

Anfangs hatte ich Probleme damit, einzuordnen in welcher Reihenfolge die Ereignisse erzählt werden, bis ich merkte, dass zum einen die Vorgeschichte bis zu dem verhängnisvollen Unfall geschildert wird, abwechselnd mit Jennifers verzweifelten Versuchen sich wieder in ihrem Leben zurechtzufinden und ihre Gedächtnislücken zu füllen.

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Showalter, Gena: Alice im Zombieland

Warum ich dieses Buch überhaupt gekauft habe? Ich mag absolut keine Zombiefilme, -bücher und was es sonst noch in diesem Genre gibt. Da ich angenagte und verwesende Körper nicht unbedingt ansehnlich und lesenswert finde. Warum ich es mir doch zugelegt habe? Das Cover war schuld. Es hat mich absolut gereizt dieses Buch dann doch zu lesen und bereut habe ich es nicht.

Die Geschichte handelt von Ali, die an ihrem Geburtstag ihre Eltern und ihre kleine Schwester bei einem Unfall verliert. Zumindest sieht es im ersten Moment danach aus, doch als Ali nach dem Unfall zu ihren Großeltern zieht, muss sie erkennen, dass es scheinbar Zombies gibt, die sich über ihre Vater und Ihre Mutter her machen. Ihr Vater hatte die Familie so lange Ali sich erinnern kann, immer vor diesen Wesen gewarnt und war dadurch zu einem sonderbaren und alkoholkranken Mann geworden. Ali macht sich zusammen mit einer Gruppe Zombiejäger auf die Jagd auf die Zombies um sie zu vernichten und sich an ihnen zu rächen.

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Zur Lage der (Buchhandels)Nation – ein Kommentar

Die Bücherkiste war von jeher mit dem Partnerprogramm von amazon verknüpft. Einfach, weil es lange, lange der einzig ernstzunehmene Internethändler war, den man ohne große Arbeit verlinken konnte. Dies ist allerdings schon lange nicht mehr so und so tat ich es eigentlich nur noch aus Gewohnheit. In den letzten Wochen und Monaten ist viel über amazon berichtet worden und so habe ich heute beschlossen auf der Bücherkiste nicht mehr zu amazon zu verlinken. Allerdings habe ich mich auch dazu entschieden, amazon nicht durch einen anderen Händler zu ersetzen, denn ich möchte, dass IHR selbst entscheidet, wo ihr Euer Buch kauft. Thalia, Amazon, Weltbild, Mayersche, kleine inhabergeführte Buchhandlung? Jeder so, wie er oder sie gerne möchte. Nur ich möchte mich einfach vor keinen Karren mehr spannen lassen, auch wenn mir dadurch vielleicht ein paar Euro Provision durch die Lappen gehen. Aber wer eine Literaturseite zum Geldverdienen betreibt, hat sowieso was falsch gemacht! ;-)

Ich möchte jedoch auch ein paar weitere Worte zum Thema verlieren. Ich habe in einer klitzekleinen inhabergeführten Buchhandlung meine Ausbildung gemacht. Leider existiert diese Buchhandlung schon lange nicht mehr, weil die Mayersche Buchhandelskette es vor knapp 10 Jahren für eine ganz tolle Idee gehalten hat, in den Dortmunder Vorort Hombruch zu gehen. Das war damals ein Novum, weil die Ketten eigentlich nur in die Innenstädte ziehen, aber die zwei kleinen Buchhandlungen in Hombruch waren der Mayerschen anscheinend ein Dorn im Auge, zumal der Dortmunder Süden der einkommensstärkste Bevölkerungsteil in Dortmund ist. Das war für uns damals ziemlich schlagartig das aus. Mittlerweile arbeite ich seit 8 Jahren bei Weltbild – also dem genauen Gegenteil, einer Kette.

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Nelson Spielman, Lori: Morgen kommt ein neuer Himmel

Ich kann Büchern mit irgendwelchen Listen und Briefchen von toten Ehemännern, Müttern, Freunden, etc. eigentlich normalerweise nichts abgewinnen. „P.S. Ich liebe Dich“ habe ich z.B. wegen der nervigen heulsusenden Protagonistin abgebrochen, aber irgendwas hat mich an „Morgen kommt ein neuer Himmel“ angesprochen, weil ist es nicht so, dass wir alle in unserer Kindheit Träume hatten, die wir begraben haben. Sei es nun, weil sie nicht ausführbar waren, wir sie vergessen haben oder wir zu feige sind, sie zu leben.

Von daher glaube ich auch, dass dieses Buch jeder anders empfindet, was sich auch in den sehr unterschiedlichen Rezensionen wiederspiegelt. Jeder Leser dieses Romans hat eine andere Lebenssituation, andere Erfahrungen, Enttäuschungen oder Erfahrungen durchgemacht und so gibt es Leser, die sich mit Brett mehr oder eben auch weniger identifizieren kann. Es gibt Menschen, die für ihre Träume einstehen oder sich zumindest wünschen, sie würden es tun. Diese werden sicherlich ihre Freunde mit dem Buch haben, während zu pragmatische Leser die Handlung vielleicht kitschig und unrealistisch finden.

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