
Wie schön, dass die neue Rubrik „Links to Love“ bei Euch so gut ankommt. Auch heute habe ich für Euch wieder eine handvoll interessante Links.

Wie schön, dass die neue Rubrik „Links to Love“ bei Euch so gut ankommt. Auch heute habe ich für Euch wieder eine handvoll interessante Links.
Ich liebe Lesezeichen und habe eine ganze Nachttischschublade voll. Allerdings fällt mir immer wieder auf, dass in meinem aktuellen Buch dann doch ein schnöder Zettel, ein abgerissenes Stück Pappe, eine Rechnung, etc. steckt, dabei wäre zumindestens abends der Griff zur Nachttischschublade ja nicht sooo weit. Was mir aber nie ins Haus kommt, sind Eselsohren (anstatt Lesezeichen) oder ein Taschenbuch aufgeschlagen irgendwo hinlegen, wo sich dann ganz prächtig der Rücken durchdrückt (Knicke im Buchrücken… grusel). Ich möchte das Buch lesen und keine Origami-Kunststücke damit machen!
Ich entschuldige mich schon einmal vorab, für diese wahrscheinlich ausufernde Rezension, aber das liegt an Phoebe und an April und an Lilly, die mich so tief berührt haben und mir viele neue Worte für Dinge gezeigt haben, von denen ich dachte, es gäbe gar keine anderen Worte dafür.
Das Buch kann man auch für sich sehen, aber es ist durchaus hilfreich, sich vorher kurz mit der Autorin zu beschäftigen. Lilly Lindner veröffentliche 2011 mit Mitte 20 ihre Autobiographie „Splitterfasernackt“, in der sie davon erzählt, wie sie als Kind sexuell missbraucht wurde. Lindner wurde magersüchtig und verkaufte sich später als Prostituierte. Das Buch war ein großer Bestseller. Nicht nur wegen des grausamen Schicksals der Autorin, sondern besonders wegen ihres literarischen Talentes, auf das ich später noch eingehen werde. Ich habe ihr Buch damals nicht gelesen, weil ich normalerweise keine Erfahrungsbücher lese, von daher ging ich vollkommen unbedarft an ihr erstes Jugendbuch heran. Nur um gestern abend nach Beenden des Romans alle ihre bisherigen Bücher zu bestellen.
„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ ist keine leichte Lektüre. Das Thema ist traurig und es erschüttert einen um so mehr, weil Phoebe und April einem so nah sind, wie wirkliche Geschwister und weil Lilly Lindner eine Sprache hat, der man sich nicht entziehen kann. Eine Sprache, die einen lehrt, das Worte nicht einfach nur Worte sind, sondern das man sie neu verbinden kann. Immer wieder überraschen die Protagonisten mit Gedanken und Gefühlen, die noch nie jemand auf dieser Welt mit diesen Worten ausgesprochen hat und ich habe mich auf jeder Seite gefragt, wieso hat das noch nie jemand so ausgesprochen? Wieso denken nicht mehr Menschen so? Wieso findet Lilly Worte für meine Gedanken, obwohl sie sie gar nicht kennt?
Da ich in letzter Zeit eher in Sachen zeitgenössischer Literatur unterwegs war und auch meine letzten Ausflüge in die Krimiliteratur eher beschaulicher Natur waren, habe ich doch mal wieder Lust auf einen richtigen Psycho-Thriller. Bis auf ein zwei Lieblingsautoren wie Karin Slaughter und James Patterson, lese ich eigentlich kaum noch Thriller. Das Meiste ist doch austauschbarer Ami-Kram oder der nächste Hype aus dem Norden und ich gestehe, ich kann mit den Olsens und Larssons und Mankells dieser Welt nichts anfangen.
Also mal die Vorschauen weiter durchforstet und diesen Thriller einer mir bis dato unbekannten deutschen Autorin gefunden. Und es geht um eine Schrifstellerin und das reicht bei mir ja. Das ist wie mit diesem Pawlowschen Hund. Sobald man mit dem Glöckchen läutet, bzw. ein Buch über eine Buchhandlung/Autorin/etc. schreibt, fängt die Steffi an zu sabbern! :mrgreen: Also stelle ich Euch heute „Die Falle“ von Melanie Raabe aus dem btb Verlag vor. Es erscheint im März als Hardcover.

Nun – eigentlich ist das Foto ein bisschen geflunkert. Also ein kleines bisschen. Ein ganz ganz kleines bisschen. Ach scheiß drauf! Es ist die größte Lüge seit Maradonas irregulärem Tor mit der „Hand Gottes“. (95% der weiblichen Leser googlen nun, was das ist :mrgreen: ).
Eigentlich lese ich nämlich noch:
Kiera Cass: The Selection
Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks
Sylvia Day: Hingabe
Waltraut Levin: Der Wind trägt die Worte – Geschichte und Geschichten der Juden (Langzeitprojekt – zwei Bände mit jeweils ca. 800 Seiten)
„Hingabe“ (der vierte Crossfire Band) liegt allerdings schon seit Ende November brach und fängt sozusagen schon an vor sich hin zu müffeln. Ich habe die ersten drei Bände wirklich gerne gelesen, aber der vierte Band ist einfach nur doof. Keine Ahnung, ob ich den noch zu Ende lese.